EU-Kom­mis­si­on ändert Defi­ni­ti­on von „grü­nem Wasserstoff”

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Auf Druck von Wirt­schaft und EU-Par­la­ment ändert die EU-Kom­mis­si­on die Defi­ni­ti­on von „grü­nem Was­ser­stoff”. Das geht aus einem Ent­wurf für die Über­ar­bei­tung her­vor, über den das „Han­dels­blatt” (Diens­tag­aus­ga­be) berich­tet. Die Kom­mis­si­on will dabei nicht län­ger ver­lan­gen, dass der erneu­er­ba­re Strom für die Was­ser­stoff­pro­duk­ti­on in der­sel­ben Stun­de her­ge­stellt wer­den muss wie der Was­ser­stoff selbst. 

Statt­des­sen soll er künf­tig im sel­ben Quar­tal eines Jah­res her­ge­stellt wer­den. Bis­lang bestand die Kom­mis­si­on auf der Zeit­gleich­heit, um zu ver­mei­den, dass auch Strom aus nicht erneu­er­ba­rer Ener­gie zum Ein­satz kommt. Auch beim The­ma Zusätz­lich­keit bewegt sich die Kom­mis­si­on. Erst ab 2027 soll nun die Regel gel­ten, dass der Strom für grü­nen Was­ser­stoff aus neu errich­te­ten Solar- und Wind­kraft­an­la­gen kom­men muss. Eine wei­te­re Vor­schrift sah vor, dass über das nor­ma­le Strom­netz bezo­ge­ner Strom zumin­dest in der glei­chen Preis­zo­ne her­ge­stellt wer­den muss­te. Der für die Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Richt­li­nie im Par­la­ment zustän­di­ge Abge­ord­ne­te Mar­kus Pie­per (CDU) kri­ti­siert auch die über­ar­bei­te­te Defi­ni­ti­on: „Der neue Vor­schlag der EU-Kom­mis­si­on ist zwar ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung, aber noch nicht das, was nötig wäre”, sag­te er dem „Han­dels­blatt”. „Auch mit die­sem neu­en Kom­mis­si­ons­vor­schlag wer­den wir die Zie­le für die Antei­le grü­nen Was­ser­stoffs in Indus­trie und Ver­kehr nicht errei­chen und das Feld ohne ech­ten Grund zum größ­ten Teil den fos­sil­ba­sier­ten Was­ser­stoff­pro­duk­tio­nen überlassen.”

Foto: Was­ser­stoff-Behäl­ter, über dts Nachrichtenagentur

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