Merz wirft Scholz Füh­rungs­schwä­che vor

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ein Jahr nach dem Start der Ampel-Koali­ti­on wirft Uni­ons­frak­ti­ons­chef Fried­rich Merz (CDU) Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) Füh­rungs­schwä­che vor. „Ande­re Bun­des­kanz­ler vor Scholz waren muti­ger und zupa­cken­der”, sag­te Merz der „Rhei­ni­schen Post”. Das gel­te auch für Ger­hard Schröder. 

„Ich erin­ne­re nur an sei­ne Arbeits­markt­re­for­men der Agen­da 2010.” Scholz habe nach sei­ner „Zeitenwende”-Rede am 27. Febru­ar „eine gro­ße Chan­ce gehabt, in unse­rem Land sehr viel mehr zu errei­chen”. Die­se Gele­gen­heit habe er nicht genutzt. „Die Regie­rung hat Deutsch­land nicht fit gemacht für die Zukunft”, kri­ti­sier­te Merz. Außer 100 Mil­li­ar­den Euro Schul­den für die Bun­des­wehr und 200 Mil­li­ar­den Euro wei­te­rer Schul­den für Ener­gie­preis­sub­ven­tio­nen, „von denen wir bis heu­te noch nicht genau wis­sen, wie sie aus­ge­stal­tet sind”, sei nicht viel ange­sto­ßen wor­den. Merz sag­te wei­ter, dass sein per­sön­li­ches Ver­hält­nis zu Scholz in den letz­ten Wochen wie­der bes­ser gewor­den sei. „Es hat ein abrup­tes Ende der Kom­mu­ni­ka­ti­on durch die Bun­des­re­gie­rung gege­ben nach mei­ner Rei­se in die Ukrai­ne. Seit dem Spät­som­mer läuft es wie­der ganz gut.”

Foto: Olaf Scholz am 8.12.21, über dts Nachrichtenagentur

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