FDP-Frak­ti­on will extre­mis­ti­schen Beam­ten die Pen­si­on streichen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Vize­chef der FDP-Bun­des­tags­frak­ti­on, Kon­stan­tin Kuh­le, hat mit Blick auf die Fest­nah­me der Ber­li­ner Rich­te­rin und frü­he­ren AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Bir­git Mal­sack-Win­ke­mann bei einer bun­des­wei­ten Raz­zia gegen die soge­nann­te Reichs­bür­ger­sze­ne har­te Kon­se­quen­zen gefor­dert. „Wer den Staat und sei­ne Insti­tu­tio­nen ablehnt, kann nicht selbst Teil des öffent­li­chen Diens­tes sein. Gefähr­li­che Extre­mis­ten müs­sen aus dem Beam­ten­ver­hält­nis ent­fernt wer­den”, sag­te Kuh­le dem „Han­dels­blatt” (Don­ners­tag­aus­ga­be).

Das gel­te auch nach der akti­ven Dienst­zeit. „Es ist absurd, dass Beam­te im Ruhe­stand durch staat­li­che Pen­si­ons­zah­lun­gen ali­men­tiert wer­den und sich gleich­zei­tig an Umsturz­plä­nen gegen die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung betei­ligt sind”, sag­te Kuh­le wei­ter. „Wer so agiert, hat im öffent­li­chen Dienst nichts mehr ver­lo­ren.” Dass meh­re­re akti­ve und aus­ge­schie­de­ne Sol­da­ten und Poli­zis­ten Teil der Grup­pie­rung gewe­sen sei­en, sei besorg­nis­er­re­gend. Der FDP-Poli­ti­ker äußer­te die Erwar­tung an Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD), nun zügig die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Reform des Beam­ten­rechts anzu­ge­hen, damit, wie es dort heißt, „Ver­fas­sungs­fein­de schnel­ler als bis­her aus dem Dienst ent­fernt wer­den kön­nen”. Der CDU-Sicher­heits­po­li­ti­ker Rode­rich Kie­se­wet­ter unter­stützt dies. Es sei „erfor­der­lich, das öffent­li­che Dienst­recht anzu­pas­sen, um alle recht­li­chen Mög­lich­kei­ten aus­zu­schöp­fen, Ver­fas­sungs­fein­de vom Staats­dienst schnel­ler aus­zu­schlie­ßen”, sag­te er dem „Han­dels­blatt” (Don­ners­tag­aus­ga­be). „Zugleich stellt sich die Fra­ge, ob ange­sichts der Dimen­si­on der Plä­ne eines Staats­strei­ches und der Ver­net­zung der Betei­lig­ten, also einer offen­bar ter­ro­ris­ti­schen Grup­pe, hier wei­te­re Ansät­ze gege­ben sind, die gesam­te AfD als Beob­ach­tungs­fall einzustufen.”

Foto: FDP-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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