Wehr­be­auf­trag­te will nach Raz­zia an KSK-Reform festhalten

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Wehr­be­auf­trag­te des Bun­des­ta­ges, Eva Högl, hält trotz Fest­nah­me eines KSK-Sol­da­ten im Zuge der Reichs­bür­ger-Raz­zia am Don­ners­tag die Reform­be­mü­hun­gen beim Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te nicht für geschei­tert. Dem Stabs­feld­we­bel wird vor­ge­wor­fen, an Umsturz­plä­nen betei­ligt gewe­sen zu sein. Der beschul­dig­te akti­ve KSK-Ange­hö­ri­ge sei schon län­ger unter Beob­ach­tung gewe­sen, sag­te Högl der „Süd­deut­schen Zei­tung” (Don­ners­tags­aus­ga­be).

„Das KSK war schon auf ihn auf­merk­sam gewor­den. Des­halb stellt das für mich nicht den Weg der Refor­men im KSK in Fra­ge.” Das Gegen­teil sei der Fall: „Die jetzt bekannt gewor­de­ne ter­ro­ris­ti­sche Grup­pe muss das KSK dar­in bestär­ken auf dem Weg der Refor­men wei­ter­zu­ge­hen, damit jeg­li­che extre­mis­ti­schen Vor­gän­ge früh­zei­tig erkannt und kon­se­quent dage­gen vor­ge­gan­gen wird”, so Högl. Rechts­extre­mis­ti­sche Vor­komm­nis­se seit 2017 hat­ten den Ver­band an den Rand der Auf­lö­sung gebracht. Die frü­he­re Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU) hat­te den Fort­be­stand vom Reform­wil­len im KSK abhän­gig gemacht. Ein 60 Maß­nah­men umfas­sen­des Paket muss­te abge­ar­bei­tet wer­den. Im Som­mer 2021 hat­te die Minis­te­rin erklärt, dass das KSK bestehen blei­ben kann.

Foto: Wehr­be­auf­trag­ter des Deut­schen Bun­des­tags, über dts Nachrichtenagentur

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