Bund und Län­der wei­ten Mit­tel­stands­för­de­rung aus

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bund und Län­der haben sich dar­auf geei­nigt, die Wirt­schafts­för­de­rung durch Bürg­schafts­ban­ken und mit­tel­stän­di­sche Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten ab dem Jah­res­wech­sel aus­zu­wei­ten. Das geht aus einer Mit­tei­lung des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums her­vor, über die das „Han­dels­blatt” berich­tet. Die Bürg­schafts­ban­ken kön­nen dem­nach ab Janu­ar Kre­di­te in einem grö­ße­ren Volu­men absichern. 

Bis zu zwei Mil­lio­nen Euro kön­nen die Bürg­schaf­ten dann betra­gen. Bis­her lag die Gren­ze bei 1,25 Mil­lio­nen Euro. Die Mit­tel­stän­di­schen Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten wer­den künf­tig bis zu 1,5 anstatt einer Mil­li­on Euro wie bis­her an Risi­ko­ka­pi­tal aus­ge­ben kön­nen. „Die Erhö­hung und Ver­bes­se­rung der Bürg­schaf­ten und der Betei­li­gungs­fi­nan­zie­rung dient der stär­ke­ren Unter­stüt­zung von Trans­for­ma­ti­ons­vor­ha­ben, für die höhe­re Finan­zie­rungs­vo­lu­mi­na benö­tigt wer­den als in der Ver­gan­gen­heit”, sag­te Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Micha­el Kell­ner (Grü­ne) dem „Han­dels­blatt”. Bund und Län­der haben sich auch auf orga­ni­sa­to­ri­sche Ände­run­gen ver­stän­digt, die die Bürg­schaf­ten und Betei­li­gun­gen schnel­ler und unkom­pli­zier­ter ermög­li­chen sol­len. Guy Selb­herr, Vor­sit­zen­der des Ver­ban­des Deut­scher Bürg­schafts­ban­ken, sag­te: „Mit der deut­li­chen Aus­wei­tung der Ober­gren­zen haben die Unter­neh­men nun Pla­nungs­si­cher­heit.” Auch Wirt­schafts­ver­tre­ter loben die Ent­schei­dung. Rai­ner Kam­beck, Lei­ter für Wirt­schafts- und Finanz­po­li­tik sowie Mit­tel­stand beim Deut­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK) sprach von einer „guten Nach­richt”, ins­be­son­de­re mit Blick auf die Erleich­te­rung der Antrags­pro­zes­se. „Hier soll­te die Bun­des­re­gie­rung aller­dings dran­blei­ben, damit die Rege­lun­gen auch schnell bei den Unter­neh­men ankom­men”, sag­te Kam­beck der Zeitung.

Foto: Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, über dts Nachrichtenagentur

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