Uni­ons­frak­ti­on schei­tert mit Eil­an­trag gegen Nachtragshaushalt

Karls­ru­he (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat einen Eil­an­trag der Uni­ons­frak­ti­on gegen den zwei­ten Nach­trags­haus­halt der Bun­des­re­gie­rung für 2021 zurück­ge­wie­sen. Der Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung sei „unbe­grün­det”, teil­ten die Karls­ru­her Rich­ter am Don­ners­tag mit. Zu die­sem Schluss sei man nach einer Fol­gen­ab­wä­gung gekommen. 

In der Haupt­sa­che sei der Antrag aber weder von vorn­her­ein unzu­läs­sig noch offen­sicht­lich unbe­grün­det. Die CDU/C­SU-Frak­ti­on hat­te den Eil­an­trag mit einem abs­trak­ten Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren ver­bun­den. In der Haupt­sa­che wen­det sich die Uni­on gegen die rück­wir­ken­de Ände­rung des Haus­halts­ge­set­zes 2021 und des Bun­des­haus­halts­plans 2021 durch das Zwei­te Nach­trags­haus­halts­ge­setz 2021 vom 18. Febru­ar 2022. Mit die­sem Gesetz war eine im Bun­des­haus­halt 2021 ursprüng­lich als Reak­ti­on auf die Coro­na-Pan­de­mie vor­ge­se­he­ne, jedoch nicht benö­tig­te Kre­dit­er­mäch­ti­gung von 60 Mil­li­ar­den Euro rück­wir­kend auf den soge­nann­ten „Ener­gie- und Kli­ma­fonds” über­tra­gen wor­den (Beschluss vom 22. Novem­ber 2022, 2 BvF 1/22).

Foto: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.