49-Euro-Ticket kommt nur schlep­pend voran

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Bun­des­re­gie­rung kommt bei der Umset­zung des 49-Euro-Tickets offen­bar kaum vor­an. Das geht aus einer Ant­wort des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge der Uni­on her­vor, über die die „Rhei­ni­sche Post” (Don­ners­tag) berich­tet. Wei­ter­hin gibt es zahl­rei­che offe­ne Fra­gen bei recht­li­chen Aspek­ten, den Tarif­be­stim­mun­gen, den Beför­de­rungs­be­din­gun­gen sowie der tech­ni­schen Realisierung. 

Nach wie vor wür­den sich Bund und Län­der mit Ver­tre­tern der Kom­mu­nen sowie der Ver­kehrs­un­ter­neh­men eng abstim­men, „um die Vor­aus­set­zun­gen für ein mög­lichst attrak­ti­ves Ange­bot zu schaf­fen”, heißt es in dem Papier. Es gebe aller­dings noch „eine Rei­he offe­ner Punk­te”, die der­zeit geklärt wür­den. Das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren zur Ein­füh­rung des Deutsch­land­ti­ckets sol­le aber nach wie vor Anfang des Jah­res 2023 erfol­gen. Der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Tho­mas Bareiß (CDU), sag­te der „Rhei­ni­schen Post”, erst soll­te das Ticket im Janu­ar star­ten, dann zum 1. April und vor weni­gen Tagen habe Ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing (FDP) den 1. Mai genannt. „Pas­siert ist aller­dings nichts.” Das sei „ein gro­ßer Rück­schlag für den ÖPNV und die Ver­kehrs­un­ter­neh­men, die end­lich Pla­nungs­si­cher­heit brau­chen”, so Bareiß. Micha­el Donth, Ver­kehrs­po­li­ti­ker der CDU-Frak­ti­on, ergänz­te: „Seit Mona­ten wird uns gesagt, dass offe­ne Punk­te mit den Län­dern geklärt wer­den. Außer der lang­fris­tig unsi­che­ren Finan­zie­rung ist nichts entschieden.”

Foto: 9‑Eu­ro-Ticket in der Bahn-App, über dts Nachrichtenagentur

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