Ärz­te-Orga­ni­sa­ti­on ruft zu Böl­ler-Vor­sicht auf

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Ärz­te­or­ga­ni­sa­ti­on „Mar­bur­ger Bund” hat zur Vor­sicht beim Böl­lern auf­ge­ru­fen. „Vie­le Ret­tungs­sta­tio­nen sind ohne­hin am Limit, und selbst­ver­ständ­lich birgt ein Sil­ves­ter­feu­er­werk immer ein zusätz­li­ches Unfall­ri­si­ko”, sag­te die Mar­bur­ger-Bund-Vor­sit­zen­de Susan­ne Joh­na der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung” (Sams­tags­aus­ga­be). Das gel­te nicht nur für „akti­ve” Feu­er­wer­ker, son­dern auch für Schau­lus­ti­ge, man ste­he schließ­lich dicht beieinander. 

„Und ich rate drin­gend, nur CE-zer­ti­fi­zier­tes Feu­er­werk zu ver­wen­den und kei­ne ille­ga­len Böl­ler zu zün­den.” Neben dem Unfall­ri­si­ko ent­ste­he durch Böl­ler auch eine hohe Fein­staub­be­las­tung, was gera­de für Men­schen mit Atem­wegs­er­kran­kun­gen pro­ble­ma­tisch sei, gab die Ärz­tin zu beden­ken. Hin­zu kom­me der Stress für Umwelt und Tie­re. „Es spricht daher vie­les dafür, dass wir in Deutsch­land ande­re Tra­di­tio­nen ent­wi­ckeln, um das neue Jahr zu begrü­ßen”, so Joh­na. Von einem Böl­ler­ver­bot hält die Mar­bur­ger-Bund-Che­fin indes wenig. „Ich wür­de mir wün­schen, dass die Men­schen die Ent­schei­dun­gen selbst tref­fen. ‘Spen­den statt böl­lern‘, das fin­de ich total sinn­voll, aber über ein erneu­tes Ver­bot müss­te man in Ruhe nach­den­ken, zumal sich Tra­di­tio­nen nicht mit der Brech­stan­ge ver­än­dern lassen.”

Foto: Feu­er­werk, über dts Nachrichtenagentur

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