AfD schei­tert in Karls­ru­he mit Antrag gegen Parteifinanzierung

Karls­ru­he (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die AfD ist mit ihrem Antrag gegen die Neu­re­ge­lun­gen zur Par­tei­en­fi­nan­zie­rung vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt geschei­tert. Die Karls­ru­her Rich­ter hat­ten einem ande­ren Antrag in die­ser Sache am Vor­mit­tag aber schon statt­ge­ge­ben, der von FDP, Grü­nen und Lin­ken und mit ande­ren Argu­men­ten ein­ge­reicht wor­den war – es han­delt sich also allen­falls noch um juris­ti­sche Spitz­fin­dig­kei­ten. Die AfD hat­te gerügt, dass der Bun­des­tag sie durch den Ablauf des Ver­fah­rens in ihren Frak­ti­ons­rech­ten ver­letzt habe. 

Es feh­le für ein „Organ­streit­ver­fah­ren” aber „ein statt­haf­ter Antrags­ge­gen­stand bezie­hungs­wei­se die Antrags­be­fug­nis”, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt am Diens­tag. Ver­fas­sungs­wid­rig ist die neue Ober­gren­ze für die Par­tei­en­fi­nan­zie­rung trotz­dem, wie am Vor­mit­tag im par­al­le­len Ver­fah­ren schon geur­teilt wor­den war. 2018 hat­te der Bun­des­tag mit der Mehr­heit von Uni­on und SPD dafür gestimmt, dass die Par­tei­en ab 2019 ins­ge­samt rund 25 Mil­lio­nen Euro mehr an staat­li­chen Gel­dern bekom­men sol­len als ursprüng­lich vor­ge­se­hen. Ins­ge­samt soll­te es damit ab 2019 dann 190 Mil­lio­nen Euro aus der Staats­kas­se geben.

Foto: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, über dts Nachrichtenagentur

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