Agrar­mi­nis­te­ri­um legt Eck­punk­te zum Umbau der Tier­hal­tung vor

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat Eck­punk­te für das geplan­te Bun­des­pro­gramm zum Umbau der Tier­hal­tung vor­ge­legt. Es umfas­se eine Mil­li­ar­de Euro als Anschub­fi­nan­zie­rung, teil­te das Minis­te­ri­um am Mitt­woch mit. Ziel sei es, Inves­ti­tio­nen in „zukunfts­fes­te Stall­bau­maß­nah­men” zu fördern. 

Auch lau­fen­den Mehr­kos­ten, die durch eine tier- und umwelt­ge­rech­te Tier­hal­tung ent­ste­hen, sol­len geför­dert wer­den. Die Maß­nah­men sol­len zunächst in der Schwei­ne­hal­tung star­ten – kon­kret für Sau­en, Absatz­fer­kel und Mast­schwei­ne. Den Eck­punk­ten zufol­ge soll die Ein­hal­tung von Tier­hal­tungs­stan­dards geför­dert wer­den, die „deut­lich über den zwin­gen­den gesetz­li­chen Vor­ga­ben lie­gen”. Bei Stall­neu­bau­ten und ‑umbau­ten soll unter ande­rem auf einen Zugang zu Außen­kli­ma, Aus­lauf oder Frei­land geach­tet wer­den. Dabei ist ein För­der­satz von 50 Pro­zent vor­ge­se­hen, der auf die tat­säch­li­chen Gesamt­bau­kos­ten ange­wen­det wer­den soll. Mit Blick auf die För­de­rung für lau­fen­de Mehr­kos­ten heißt es, dass die­se auf der Grund­la­ge eines „typi­schen Betriebs” ermit­telt wer­den. Es sei vor­ge­se­hen, auf die­sen Pau­schal­be­trag einen För­der­satz von 65 Pro­zent anzu­wen­den, so das Minis­te­ri­um. Die Über­wa­chung der Ein­hal­tung der Stan­dards wol­le man „büro­kra­tie­arm” und mit „schlan­ken staat­li­chen Ver­wal­tungs­struk­tu­ren” umset­zen. Ins­ge­samt stre­be man Rege­lun­gen mit einer Lauf­zeit von bis zu zehn Jah­ren an, hieß es. Im nächs­ten Schritt gehen die Eck­punk­te den Län­dern und Ver­bän­den zur Stel­lung­nah­me zu. Par­al­lel zu die­sem Pro­zess berei­tet das Minis­te­ri­um die För­der­richt­li­ni­en vor, die mit den betrof­fe­nen Res­sorts abge­stimmt wer­den sol­len. Im Anschluss muss die Noti­fi­zie­rung bei der EU-Kom­mis­si­on vor­ge­nom­men wer­den. Die Ver­öf­fent­li­chung des Bun­des­pro­gramms ist dem Agrar­mi­nis­te­ri­um zufol­ge im Herbst 2023 geplant.

Foto: Kuh, über dts Nachrichtenagentur

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