Ampel strei­tet wei­ter über ver­blie­be­ne Corona-Maßnahmen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Ampel­re­gie­rung ist sich wei­ter uneins über den Umgang mit den noch ver­blie­be­nen Coro­na-Maß­nah­men. Rufe aus der FDP nach einer Auf­he­bung sto­ßen bei den Gesund­heits­be­auf­trag­ten von SPD und Grü­nen auf Gegen­wind, wie der „Spie­gel” berich­tet. Das noch bis zum 7. April lau­fen­de Infek­ti­ons­schutz­ge­setz sieht unter ande­rem Iso­la­ti­ons­re­geln und eine Mas­ken­pflicht im Fern­ver­kehr vor. 

Hei­ke Baeh­rens, die gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD, hält die For­de­rung der FDP zur Abschaf­fung der Mas­ken­pflicht für „vor­ei­lig”. Zwar hof­fe auch sie auf ein bal­di­ges Pan­de­mie­en­de: „Gleich­zei­tig haben wir im Umgang mit Coro­na schmerz­lich ler­nen müs­sen, dass es auch unter guten Vor­zei­chen kei­nen Anlass für Sorg­lo­sig­keit gegen­über dem Virus gibt”, sag­te sie. „Die Mas­ken­pflicht in Innen­räu­men ist wei­ter­hin ein wirk­sa­mes, aber wenig ein­schrän­ken­des Mit­tel der Pan­de­mie­be­kämp­fung.” Die SPD-Poli­ti­ke­rin spricht sich für ein Bei­be­hal­ten der Rege­lun­gen bis zum geplan­ten Ende Anfang April aus. Ähn­lich sieht es der Grü­nen-Gesund­heits­exper­te Janosch Dah­men: „Es wäre ange­sichts aber­mals über­las­te­ter Kli­ni­ken nicht klug, die weni­gen noch ver­blie­be­nen Regeln vor Ende des Win­ters schon jetzt zu lockern.” Auch die neue Coro­na­wel­le in Chi­na sorg­ten den Exper­ten. Soll­ten sich neue Virus­va­ri­an­ten rasch aus­brei­ten, kön­ne ein vor­schnel­les, voll­stän­di­ges Auf­he­ben der letz­ten Schutz­maß­nah­men „zum gefähr­li­chen Bume­rang wer­den”, sag­te Dah­men dem „Spie­gel”. Ein „geord­ne­ter Rück­zug” in der Pan­de­mie­be­kämp­fung sei klü­ger als ein „unüber­leg­tes Rausstolpern”.

Foto: Coro­na-Hin­weis an einem ICE, über dts Nachrichtenagentur

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