Anträ­ge auf Neu­bau­för­de­rung ab März möglich

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Von März an sol­len Bau­her­ren wie­der Anträ­ge auf Neu­bau­för­de­rung nach neu­en Kri­te­ri­en stel­len kön­nen. Das „Han­dels­blatt” bezieht sich in einem ent­spre­chen­den Bericht auf eine Spre­che­rin des Bun­des­bau­mi­nis­te­ri­ums. Die­ses hat­te das neue För­der­pro­gramm 2022 ange­kün­digt, aber bis­her kein end­gül­ti­ges Datum genannt. 

Details leg­te das Minis­te­ri­um bis­lang noch nicht vor. Die Wirt­schaft war­tet seit Lan­gem auf die neu­en För­der­kon­di­tio­nen. Das Volu­men für die Neu­bau­för­de­rung liegt künf­tig bei 1,1 Mil­li­ar­den Euro, ver­bun­den mit hohen Stan­dards für ener­gie­ef­fi­zi­en­tes Bau­en. Davon sol­len ab Juni 350 Mil­lio­nen Euro für die För­de­rung kli­ma­freund­li­cher Eigen­hei­me zur Ver­fü­gung ste­hen. 750 Mil­lio­nen Euro sind für alle ande­ren Antrag­stel­ler gedacht, etwa für Woh­nungs­kon­zer­ne oder Genos­sen­schaf­ten. Die­se Anträ­ge sol­len nun ab März bei der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) gestellt wer­den kön­nen. Die Bau­in­dus­trie spricht von einer her­ben Ent­täu­schung. „Die För­der­hö­he ist so gering, dass sich wahr­schein­lich nicht ein­mal der Ver­wal­tungs­auf­wand lohnt”, sag­te Tim-Oli­ver Mül­ler, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Haupt­ver­ban­des der Deut­schen Bau­in­dus­trie, dem „Han­dels­blatt”. Auch Dani­el Föst, bau- und woh­nungs­po­li­ti­scher Spre­cher der FDP-Bun­des­tags­frak­ti­on, blickt kri­tisch auf die bereit­ge­stell­ten Mit­tel. „Die Neu­bau­för­de­rung braucht mehr Mit­tel, wenn wir unse­re Neu­bau­zie­le errei­chen wol­len.” Im För­der­topf für die ener­ge­ti­sche Sanie­rung lägen Mil­li­ar­den, so Föst. „Was da übrig bleibt, soll­te in die Neu­bau­för­de­rung fließen.”

Foto: Gerüst­bau für Wär­me­däm­mung, über dts Nachrichtenagentur

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