Arbeit­ge­ber­prä­si­dent befürch­tet anhal­ten­de Wirtschaftskrise

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Arbeit­ge­ber­prä­si­dent Rai­ner Dul­ger sieht in der aktu­el­len Wirt­schafts­kri­se kei­nen Grund zur Ent­war­nung. „Wir sind noch nicht über den Berg”, sag­te er der „Welt am Sonn­tag”. Vie­le Unter­neh­men sähen ihre Exis­tenz in Gefahr und mel­de­ten zum Teil schon Insol­venz an, weil ihr Geschäfts­mo­dell mit Blick auf die hohen Ener­gie­kos­ten nicht mehr funktioniere. 

Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) hat­te in die­ser Woche vor dem Hin­ter­grund ver­bes­ser­ter Wirt­schafts­da­ten erklärt, die deut­sche Wirt­schaft wer­de 2023 nicht in eine Rezes­si­on abglei­ten. „Neben der aku­ten Kri­se befin­den wir uns mit­ten in einem Struk­tur­wan­del”, beton­te Dul­ger. Deutsch­land sei im inter­na­tio­na­len Stand­ort­wett­be­werb mitt­ler­wei­le weit zurück­ge­fal­len. „Wir wer­den den Wohl­stand, an den wir uns in Deutsch­land gewöhnt haben, nicht hal­ten kön­nen”, warn­te der Prä­si­dent der Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Arbeit­ge­ber­ver­bän­de (BDA). Bis 2030 wer­de die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen um fünf Mil­lio­nen schrump­fen, sag­te der BDA-Chef. In die­ser Grö­ßen­ord­nung sei dies nicht zu kom­pen­sie­ren. Der Staat wer­de des­halb ent­spre­chend weni­ger Steu­ern und Bei­trags­ein­nah­men zur Ver­fü­gung haben. Die Sozi­al­sys­te­me müss­ten dar­an ange­passt wer­den, for­der­te er.

Foto: Stahl­pro­duk­ti­on, über dts Nachrichtenagentur

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