Auch Gemü­se wird immer teurer

Wies­ba­den (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der deut­li­che Anstieg der Ver­brau­cher­prei­se hat im ver­gan­ge­nen Jahr auch vor Gemü­se nicht halt gemacht. Die Teue­rungs­ra­te gegen­über dem Vor­jahr lag 2022 in die­ser Kate­go­rie bei 10,7 Pro­zent, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Mitt­woch mit. Bei Obst waren die Preis­stei­ge­run­gen hin­ge­gen mit einem Plus von 3,0 Pro­zent deut­lich moderater. 

Ein Teil des in Deutsch­land ver­kauf­ten Obs­tes und Gemü­ses stammt aus hei­mi­scher Pro­duk­ti­on: Im Jahr 2021 wur­de hier­zu­lan­de auf einer Flä­che von knapp 131.900 Hekt­ar Gemü­se erzeugt. Das ent­sprach einer Stei­ge­rung von 8,0 Pro­zent gegen­über 2016, als die Anbau­flä­che noch knapp 122.200 Hekt­ar umfass­te. Die Ern­te­men­ge von Gemü­se fiel mit knapp 4,3 Mil­lio­nen Ton­nen im ver­gan­ge­nen Jahr etwa 16,0 Pro­zent höher aus als 2016. Den größ­ten Anteil an der Ern­te­men­ge hat­ten zuletzt Möh­ren und Karot­ten (22,6 Pro­zent), Spei­se­zwie­beln (15,6 Pro­zent) sowie Weiß­kohl (10,2 Pro­zent). Im Ver­gleich zum Gemü­se fiel die Aus­wei­tung der Anbau­flä­che von Obst in Deutsch­land im sel­ben Zeit­raum gerin­ger aus, so das Bun­des­amt. Die­se betrug im Jahr 2021 rund 70.300 Hekt­ar – eine Zunah­me von 4,2 Pro­zent gegen­über 2016. Die Ern­te­men­ge von Obst ging hin­ge­gen leicht zurück. Im Jahr 2021 wur­den hier­zu­lan­de gut 1,3 Mil­lio­nen Ton­nen Obst geern­tet – ein Groß­teil (77,2 Pro­zent) davon Äpfel. Damit lag die Ern­te­men­ge von Obst um 2,5 Pro­zent unter dem Niveau von 2016. Zum Ver­gleich: Die Ver­brau­cher­prei­se ins­ge­samt stie­gen im sel­ben Zeit­raum im Durch­schnitt um 7,9 Pro­zent. Die Nah­rungs­mit­tel­prei­se ins­ge­samt erhöh­ten sich 2022 noch deut­li­cher – um 13,4 Pro­zent. Auch für Fleisch und Fleisch­wa­ren nah­men die Kos­ten im sel­ben Zeit­raum um 14,6 Pro­zent zu.

Foto: Obst und Gemü­se auf einem Markt­stand, über dts Nachrichtenagentur

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