Außen­mi­nis­te­rin will Revo­lu­ti­ons­gar­de auf Ter­ror­lis­te setzen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­au­ßen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock (Grü­ne) will die „Ira­ni­sche Revo­lu­ti­ons­gar­de” auf eine Ter­ror­lis­te der Euro­päi­schen Uni­on set­zen las­sen. „Die Revo­lu­ti­ons­gar­de als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on zu lis­ten ist poli­tisch wich­tig und sinn­voll”, sag­te Baer­bock am Mon­tag. Vor einer Lis­tung müss­ten aber noch recht­li­che Hür­den genom­men werden. 

„Des­halb haben wir Kon­takt zur EU auf­ge­nom­me­nen, um die Vor­aus­set­zun­gen zu klä­ren.” Schon jetzt sei die ira­ni­sche Revo­lu­ti­ons­gar­de in der EU mit Sank­tio­nen belegt. Aus­lö­ser für Baer­bocks Vor­stoß war die Hin­rich­tung von zwei wei­te­ren Pro­test­lern im Iran an Wochen­en­de. Sie waren für schul­dig befun­den wor­den, am 3. Novem­ber bei Pro­tes­ten in der Stadt Karadsch bei Tehe­ran einen Hilfs­po­li­zis­ten getö­tet zu haben. Das ira­ni­sche Regime ver­öf­fent­lich­te Video­auf­nah­men, die den Vor­fall bele­gen sol­len. Mit den Hin­rich­tun­gen am Sams­tag­mor­gen steigt die Zahl der Men­schen, die im Zuge der Pro­tes­te durch die ira­ni­schen Behör­den exe­ku­tiert wur­den, auf vier.

Foto: Iran, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.