Aus­wär­ti­ges Amt beschwert sich bei tür­ki­schem Botschafter

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Aus­wär­ti­ges Amt hat sich beim tür­ki­schen Bot­schaf­ter über den Auf­tritt eines eben­falls tür­ki­schen Poli­ti­kers im nord­rhein-west­fä­li­schen Neuss beschwert. Der AKP-Abge­ord­ne­te Mus­ta­fa Acik­göz soll dort am 13. Janu­ar bei einer Rede in einer Moschee die Ver­nich­tung von Kur­den sowie von Anhän­gern der Gülen-Bewe­gung gefor­dert haben. Die­se sei­en gott­los und woll­ten den Islam „chris­tia­ni­sie­ren”, sag­te der tür­ki­sche Par­la­men­ta­ri­er laut Medienberichten. 

„Auf­trit­te wie der eines tür­ki­schen Abge­ord­ne­ten in Neuss dür­fen sich nicht wie­der­ho­len”, teil­te das Aus­wär­ti­ge Amt am Mon­tag mit. Man habe die tür­ki­sche Bot­schaft „zu einem Gespräch ein­ge­la­den”. Eine sol­che Ein­la­dung gilt als die sanf­te­re Vari­an­te einer for­ma­len Ein­be­stel­lung. „Dabei haben wir unmiss­ver­ständ­lich in Erin­ne­rung geru­fen, dass aus­län­di­sche Wahl­kampf­ver­an­stal­tun­gen vor­her von uns geneh­migt wer­den müs­sen”, so das Aus­wär­ti­ge Amt. Wenn sich tür­ki­sche Ver­tre­ter nicht an die Spiel­re­geln hiel­ten, müss­ten „Kon­se­quen­zen” geprüft wer­den, so das Ministerium.

Foto: Aus­wär­ti­ges Amt, über dts Nachrichtenagentur

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