BA sieht kei­ne Gefahr für Entlassungswelle

Nürn­berg (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Che­fin der Bun­des­agen­tur für Arbeit (BA), Andrea Nah­les, sieht trotz einer mög­li­chen Rezes­si­on kei­ne Gefahr einer Ent­las­sungs­wel­le in Deutsch­land. „Wir beob­ach­ten, dass die deut­schen Unter­neh­men so lan­ge wie mög­lich die Beschäf­tig­ten hal­ten”, sag­te sie dem Fern­seh­sen­der Phoe­nix. „Weil sie ja wis­sen, dass der deut­sche Arbeits­markt so vie­le Fach­kräf­te gar nicht mehr her­gibt, ist die­ses alte Sche­ma, das wir im Kopf haben: es gibt wirt­schaft­li­che Pro­ble­me, wir ent­las­sen die Leu­te – das ist eben nicht mehr so.” 

Vie­le Unter­neh­men ent­schie­den sich für Kurz­ar­beit, dies sei auch an leicht stei­gen­den Zah­len sicht­bar, die aber noch nicht besorg­nis­er­re­gend sei­en. Ein leicht nega­ti­ves oder nur schwach stei­gen­des Wirt­schafts­wachs­tum sei für den Arbeits­markt nicht so ent­schei­dend. „Der deut­sche Arbeits­markt zeigt zwar Spu­ren, es gibt leich­te Ten­den­zen, dass Arbeits­lo­se nicht mehr so leicht neue Arbeit fin­den, aber im Gro­ßen und Gan­zen, kann ich sagen, bleibt das auch im Jahr 2023 im Früh­jahr sta­bil”, sag­te Nah­les. Die Vor­stands­vor­sit­zen­de der BA wünscht sich als „Lern-Erfah­rung” aus der Coro­na-Pan­de­mie die Ein­füh­rung eines ver­ein­fach­ten Kri­sen-Kurz­ar­bei­ter­gel­des, um auf umfas­sen­de bran­chen-über­grei­fen­de Kri­sen bes­ser reagie­ren zu kön­nen. Dadurch sol­le vor allem der büro­kra­ti­sche und per­so­nel­le Auf­wand bei der Aus­zah­lung des Kurz­ar­bei­ter­gel­des ver­rin­gert wer­den. „Des­halb schla­gen wir vor, dass wir ein sol­ches ver­ein­fach­tes Instru­ment gesetz­lich ver­an­kern. Das kann dann auch ger­ne erst mal in der Schub­la­de lie­gen. Ich wür­de es aber ger­ne haben, um dann kurz­fris­tig hand­lungs­fä­hig zu sein und schnell wie­der agie­ren zu kön­nen”, so Nah­les. Wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie habe die Bun­des­agen­tur mit 11.500 Mit­ar­bei­tern Kurz­ar­bei­ter­geld aus­ge­zahlt. Dadurch sei­en vie­le ande­re Auf­ga­ben der BA zu kurz gekommen.

Foto: Bun­des­agen­tur für Arbeit, über dts Nachrichtenagentur

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