Bafin blickt mit Sor­ge auf stei­gen­de Zinsen

Bonn (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Prä­si­dent der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Bafin), Mark Bran­son, blickt mit Sor­ge auf stei­gen­de Zin­sen und die hohe Infla­ti­on. „Stei­gen­de Zin­sen sind nicht nur gut für Spa­rer son­dern grund­sätz­lich gut für Finanz­un­ter­neh­men”, sag­te Bran­son am Mon­tag RTL/ntv. Das Tief­zins­um­feld sei „eine Art Test” gewesen. 

„Aber wenn die Zin­sen zu schnell und zu kräf­tig stei­gen, weil die Noten­ban­ken mit ihrer Kor­rek­tur zu spät sind, kann das auch Tur­bu­len­zen aus­lö­sen. Auch wenn wir an die hohen Immo­bi­li­en- und Akti­en­prei­se den­ken – die lei­den in einem Umfeld wo die Zin­sen stark stei­gen. Alle die­se Sze­na­ri­en müs­sen wir als Auf­se­her im Blick haben.” Gleich­zei­tig äußer­te sich Bran­son zur Geld­wä­sche-Prä­ven­ti­on in Deutsch­land: „Wie alle Län­der haben wir unse­re Stär­ken und Schwä­chen in der Geld­wä­sche-Prä­ven­ti­on. Aber es wur­de wahr­schein­lich über Jah­re in Euro­pa etwas unter­schätzt. Also bei der Bafin stel­len wir mehr Leu­te ein, um ins­be­son­de­re bei Ban­ken, aber auch bei ande­ren Finanz­un­ter­neh­men zu prü­fen, ob die Kon­trol­len stim­men. Ins­be­son­de­re wenn sie ris­kan­te Kun­den­po­pu­la­tio­nen haben. Und wenn wir sehen, dass etwas nicht stimmt oder wenn Sachen durch­schlüp­fen, dann grei­fen wir ein. Wir tole­rie­ren kein hohes Wachs­tum in Unter­neh­men, wo die Kon­trol­len nicht stimmen.”

Foto: Bafin, über dts Nachrichtenagentur

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