Bau­ern­ver­band fürch­tet Aus für deut­schen Spargel

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ange­sichts der hohen Ener­gie­prei­se und des Min­des­lohns fürch­tet der deut­sche Bau­ern­ver­band Kon­se­quen­zen für den Obst- und Gemü­se­an­bau in Deutsch­land. „Es ist eine reel­le Gefahr, dass in Deutsch­land die Spar­gel- und Erd­beer­pro­duk­ti­on ver­schwin­det”, sag­te Bau­ern­ver­bands-Chef Joa­chim Ruk­wied der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung” (Sams­tags­aus­ga­be). Der Min­dest­lohn von zwölf Euro mache den Anbau in Deutsch­land viel­fach unwirt­schaft­lich, so der Bauern-Vertreter. 

Im ver­gan­ge­nen Jahr hät­ten Super­märk­te statt deut­schem Spar­gel Ware aus Ita­li­en für drei Euro pro Kilo­gramm ver­kauft. „Für so einen Preis kön­nen sie bei uns nicht ste­chen”, sag­te Ruk­wied. Auch bei ande­re Obst- und Gemü­se­sor­ten soll Wirt­schaft­lich­keit teil­wei­se nicht mehr gege­ben sein. „Es blei­ben man­che Gewächs­häu­ser leer, weil sich die Pro­duk­ti­on auf­grund der exor­bi­tant gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten schlicht nicht mehr lohnt.” Das wür­den die Ver­brau­cher mit­tel­fris­tig auch im Super­markt mer­ken, „weil hei­mi­sches Obst und Gemü­se feh­len”, sag­te Rukwied.

Foto: Spar­gel, über dts Nachrichtenagentur

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