Beam­ten­bund droht mit flä­chen­de­cken­den Streiks

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Chef des Deut­schen Beam­ten­bunds, Ulrich Sil­ber­bach, hat kurz vor Beginn der Tarif­ver­hand­lun­gen für die Beschäf­tig­ten bei Bund und Kom­mu­nen mit Arbeits­kämp­fen der kom­mu­na­len Beschäf­tig­ten gedroht. „Es wird kon­flikt­reich”, sag­te Sil­ber­bach der „Rhei­ni­schen Post” (Sams­tags­aus­ga­be). Die Arbeit­ge­ber hät­ten immer noch nicht ver­stan­den, dass sie in der Kri­se etwas für die Beschäf­tig­ten tun müssten. 

„So wie ich die Äuße­run­gen der Arbeit­ge­ber gera­de deu­te, wird es nicht bei den obli­ga­to­ri­schen Warn­streiks blei­ben. Denn wenn sie wei­ter der­art auf der Brem­se ste­hen, schlie­ße ich Flä­chen­streiks nicht aus. Dann wird es rich­tig unge­müt­lich”, so Sil­ber­bach. Am 24. Janu­ar begin­nen die Tarif­ver­hand­lun­gen für die 2,5 Mil­lio­nen Beschäf­tig­te von Bund und Kom­mu­nen, die bis Ende März lau­fen sol­len. Die Gewerk­schaf­ten for­dern 10,5 Pro­zent mehr Lohn, min­des­tens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Ener­gie­preis­brem­sen reich­ten bei Wei­tem nicht aus, die Arbeits­ver­dich­tung im öffent­li­chen Dienst schrei­te vor­an, begrün­de­te Sil­ber­bach die For­de­rung. „Wir wer­den nie so gut ver­die­nen wie die Pri­vat­wirt­schaft. Aber die Sche­re darf nicht zu weit aus­ein­an­der­ge­hen”, sag­te der Beamtenbunds-Chef.

Foto: Büro-Hoch­haus, über dts Nachrichtenagentur

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