Bericht: 29,5 Mil­li­ar­den Euro aus WSF bis­lang ausgegeben

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Bund hat inzwi­schen rund 29,5 Mil­li­ar­den Euro der im Wirt­schafts­sta­bi­li­sie­rungs­fonds (WSF) hin­ter­leg­ten 200 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­ge­ben. Das geht aus einer als Ver­schluss­sa­che ein­ge­stuf­ten Auf­lis­tung des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums her­vor, über die das „Han­dels­blatt” (Don­ners­tags­aus­ga­be) berich­tet. Mit dem von Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) als „Dop­pel­wumms” bezeich­ne­ten Geld aus dem WSF sol­len Hil­fen anläss­lich der Ener­gie­kri­se finan­ziert werden. 

8,5 Mil­li­ar­den Euro der bis­lang aus­ge­ge­be­nen Mit­tel wur­den für die Gas-Sofort­hil­fe abge­ru­fen. Im Dezem­ber hat­te der Bund Gas­ver­brau­cher unter­stützt, indem der Staat Kom­pen­sa­ti­ons­zah­lun­gen an Gas­ver­sor­ger leis­tet und die­se dafür von ihren Kun­den den Dezem­ber-Abschlag nicht ein­zie­hen. Die 8,5 Mil­li­ar­den wur­den an die staat­li­che För­der­bank KfW über­wie­sen. Bei der KfW sind laut dem Doku­ment aus dem Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um 2.202 Anträ­ge von Ener­gie­ver­sor­gern ein­ge­gan­gen. In 1.837 hat die KfW die Erstat­tung bis­lang über­wie­sen, ins­ge­samt wur­de zum jet­zi­gen Stand ein Betrag von 3,69 Mil­li­ar­den Euro abge­ru­fen. Der Groß­teil der bis­lang aus dem WSF abge­flos­se­nen Mit­tel ist für die Ver­staat­li­chun­gen der Ener­gie­ver­sor­ger Uni­per und SEFE genutzt wor­den. Für die Betei­li­gung am kri­seln­den Gas-Impor­teur Uni­per wur­den laut Auf­lis­tung bis­lang 14 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­ge­ben. Für die Über­nah­me von SEFE, der frü­he­ren rus­sisch kon­trol­lier­ten Gaz­prom Ger­ma­nia, wur­den 6,3 Mil­li­ar­den Euro aus dem WSF genutzt. Laut der Auf­lis­tung wer­den schät­zungs­wei­se 703 Mil­lio­nen Euro aus dem WSF für Zins­zah­lun­gen im Zuge der Kre­dit­auf­nah­me benötigt.

Foto: Euro­schei­ne, über dts Nachrichtenagentur

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