Ber­li­ner CDU-Spit­zen­kan­di­dat attes­tiert Grü­nen „Ver­än­de­rungs­wil­len”

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Ber­li­ner CDU-Spit­zen­kan­di­dat Kai Weg­ner hat eine Prä­fe­renz für ein Bünd­nis mit den Grü­nen erken­nen las­sen, soll­te sei­ne Par­tei als Sie­ger aus der Ber­li­ner Wie­der­ho­lungs­wahl des Abge­ord­ne­ten­hau­ses am 12. Febru­ar her­vor­ge­hen. „Bei den Grü­nen ist ein biss­chen Ver­än­de­rungs­wil­len erkenn­bar”, sag­te er der „Welt” (Mon­tags­aus­ga­be). „Beim The­ma Ver­wal­tungs­re­form sind sie näher an uns her­an­ge­rückt, als ich das erwar­tet habe.” 

Bei der Ver­kehrs­po­li­tik und der inne­ren Sicher­heit sehe er aber „gro­ße Dif­fe­ren­zen”. Zur SPD sag­te er, dass sein Ein­druck sei, dass die die­se „ger­ne alles so las­sen möch­te, wie es ist”. Koali­ti­ons­ge­sprä­che wür­den „nicht ganz ein­fach” wer­den, da er mit SPD oder Grü­nen min­des­tens einen der der­zei­ti­gen Regie­rungs­part­ner brau­che, füg­te der CDU-Poli­ti­ker hin­zu. „Wir müss­ten also erst mal her­aus­fin­den, wer bereit ist, einen wirk­li­chen Moder­ni­sie­rungs­kurs ein­zu­schla­gen.” Er spü­re defi­ni­tiv eine „Wech­sel­stim­mung” in der Stadt. „Es spre­chen mich sehr vie­le Men­schen dar­auf an, dass es so wie es ist nicht blei­ben darf.” Er wol­le mit denen regie­ren, die „auf Augen­hö­he und part­ner­schaft­lich Pro­ble­me anpa­cken”. Die Ber­li­ner erleb­ten seit 21 Jah­ren Streit in der Regie­rung, weil die SPD nie auf Augen­hö­he mit ihren Part­nern rede. „Das haben wir selbst erlebt. Es geht nur um den Pro­fit der SPD, nie­mals um die Stadt, und die­ses Sys­tem SPD muss been­det wer­den.” Er wer­de genau schau­en, in wel­cher Ver­fas­sung die Par­tei­en nach der Wahl sei­en und wer wirk­lich bereit und in der Lage für einen ech­ten Neu­start in Ber­lin sei. „SPD und Grü­ne sind genervt von­ein­an­der. Fran­zis­ka Gif­fey und Bet­ti­na Jarasch gön­nen ein­an­der nichts.”

Foto: CDU-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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