Ber­li­ner CDU ver­tei­digt Vor­na­men-Anfra­ge nach Silvester-Randale

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Ber­li­ner CDU-Spit­zen­kan­di­dat Kai Weg­ner hat das Vor­ge­hen sei­ner Par­tei ver­tei­digt, nach den Sil­ves­ter-Aus­schrei­tun­gen in der Haupt­stadt nach den Vor­na­men der deut­schen Tat­ver­däch­ti­gen zu fra­gen. „Ich hal­te es für ganz wich­tig, den Täter­kreis genau zu ken­nen”, sag­te er der „Welt”. Das wür­de er genau­so sagen, wenn es Rechts­ra­di­ka­le oder Links­extre­me wären. 

„Es gibt Jugend­li­che, die hier gebo­ren und auf­ge­wach­sen sind, einen deut­schen Pass haben und sich trotz­dem nicht dazu­ge­hö­rig füh­len, wo Inte­gra­ti­on nicht gelun­gen ist”, so Weg­ner. „Je prä­zi­ser wir den Täter­kreis benen­nen, des­to effek­ti­ver kön­nen wir auch Prä­ven­ti­ons­an­ge­bo­te machen.” Die Jugend­li­chen müss­ten „ein Gefühl für unse­re Demo­kra­tie” ent­wi­ckeln und Respekt vor dem Rechts­staat zei­gen. Weg­ner sprach sich für eine Aus­stat­tung der Poli­zei mit Body­cams, Tasern und Video­schutz aus. Hier gebe es bis­lang, wenn über­haupt, nur Modell­pro­jek­te. „Was Ein­satz­kräf­te sich wün­schen, ist vor allem das Ver­trau­en der Poli­tik. Statt­des­sen bekom­men sie eine Sprach­fi­bel für dis­kri­mi­nie­rungs­freie Spra­che”, kri­ti­sier­te Weg­ner. Auch die Jus­tiz kön­ne nicht so kraft­voll und schnell ent­schei­den wie gewünscht. „Wenn Jugend­li­che wir­kungs­vol­le Kon­se­quen­zen spü­ren sol­len, muss die Stra­fe auf dem Fuße fol­gen. Des­halb hät­te in der Sil­ves­ter­nacht auch ein Staats­an­walt mit dabei sein müs­sen, der sofort durch­greift und die Leu­te hin­ter Schloss und Rie­gel bringt.”

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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