Ber­lins Finanz­se­na­tor wirft Lind­ner „Kli­en­tel­po­li­tik” vor

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ber­lins Finanz­se­na­tor Dani­el Wese­ner (Grü­ne) hat die Ent­schei­dung von Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner (FDP) scharf kri­ti­siert, am Diens­tag kei­nen Ver­tre­ter des Minis­te­ri­ums zur münd­li­chen Ver­hand­lung über die Recht­mä­ßig­keit des Soli­da­ri­täts­zu­schlags vor dem Bun­des­fi­nanz­hof (BRH) zu ent­sen­den. Er habe kein Ver­ständ­nis für die Ent­schei­dung des Minis­ters, sag­te Wese­ner dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Die­se „Arbeits­ver­wei­ge­rung” ver­ken­ne die gesell­schaft­li­che Realität. 

So habe der Sach­ver­stän­di­gen­rat der Bun­des­re­gie­rung zur Begut­ach­tung der gesamt­wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung ange­mahnt, höhe­re Ein­kom­men stär­ker an den Kri­sen­kos­ten zu betei­li­gen. „Lind­ner wird sei­ner Ver­ant­wor­tung nicht gerecht, wenn er sein Amt für Kli­en­tel­po­li­tik miss­braucht”, beklag­te Wese­ner. „Gerech­tig­keit und Soli­da­ri­tät müs­sen jeden Tag neu erkämpft wer­den – gera­de in der aktu­el­len Mehr­fach­kri­se”, ergänz­te der Grü­nen-Poli­ti­ker. Vor dem BFH geht es am Diens­tag um eine Mus­ter­kla­ge gegen die Erhe­bung des Soli nach dem Aus­lau­fen des Soli­dar­pak­tes II Ende 2019. Der Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter hat­te sich ent­schie­den, dem Ver­fah­ren fernzubleiben.

Foto: Chris­ti­an Lind­ner, über dts Nachrichtenagentur

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