Bis­lang kein Euro aus Bun­des­wehr-Son­der­ver­mö­gen geflossen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de aus dem 100 Mil­li­ar­den Euro umfas­sen­den Bun­des­wehr-Son­der­ver­mö­gen kein ein­zi­ger Euro aus­ge­ge­ben. Auf Anfra­ge des CDU-Abge­ord­ne­ten Ingo Gäde­chens teil­te das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um mit, dass in 2022 „kei­ne Mit­tel ver­aus­gabt” wur­den. Es sei­en ledig­lich „zehn Ver­trä­ge mit einem Gesamt­vo­lu­men von 10,06 Mil­li­ar­den Euro geschlos­sen” worden. 

Der Haus­halts-Poli­ti­ker Gäde­chens sag­te der „Bild am Sonn­tag”: „Alles dau­ert Ewig­kei­ten. Von den 100 Mil­li­ar­den Euro hät­te im ver­gan­ge­nen Jahr zum Bei­spiel Muni­ti­on gekauft wer­den kön­nen – dann wäre direkt Geld geflos­sen und Mate­ri­al bei der Trup­pe ange­kom­men.” Wie wenig von der soge­nann­ten „Zei­ten­wen­de” bis­lang in der Bun­des­wehr ankom­me, zei­ge auch der Jah­res­be­ginn. „Dem Haus­halts­aus­schuss lie­gen für die Sit­zun­gen im Janu­ar null Beschaf­fungs­ver­trä­ge für Waf­fen vor”, so Gäde­chens. Nur ein ein­zi­ger Ver­trag habe es ins Par­la­ment geschafft – der Kauf von Sani­täts­zel­ten. Zudem kri­ti­siert Gäde­chens Ver­säum­nis­se bei der Wie­der­be­schaf­fung von Waf­fen, die aus Bun­des­wehr­be­stän­den an die Ukrai­ne abge­ge­be­nen wur­den: „Ob über­haupt schon etwas nach­be­stellt wur­de, sagt die Regie­rung nicht”, kri­ti­siert Gäde­chens. Für Diens­tag wird eine Ant­wort des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um erwartet.

Foto: Bun­des­wehr-Sol­da­ten, über dts Nachrichtenagentur

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