Boris Pis­to­ri­us zum Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter ernannt

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Boris Pis­to­ri­us (SPD) ist zum neu­en Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter ernannt wor­den. Der bis­he­ri­ge nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­ter erhielt am Don­ners­tag im Schloss Bel­le­vue sei­ne Ernen­nungs­ur­kun­de von Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er. Das Staats­ober­haupt sag­te, dass Pis­to­ri­us das Minis­ter­amt in einer Bedro­hungs- und Gefähr­dungs­la­ge über­neh­me, die Deutsch­land lan­ge nicht mehr gekannt habe. 

„Für all die kom­men­den Her­aus­for­de­run­gen und not­wen­di­gen Refor­men benö­ti­gen Sie jetzt einen küh­len Kopf, gute Ner­ven, Füh­rungs­stär­ke, kla­re Spra­che und poli­ti­sche Erfah­rung.” Dass der neue Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter all das habe, habe er schon „in ande­ren anspruchs­vol­len poli­ti­schen Ämtern” gezeigt, so Stein­mei­er. Pis­to­ri­us tritt die Nach­fol­ge von Chris­ti­ne Lam­brecht (SPD) an, die am Mon­tag ihren Rück­tritt ange­kün­digt hat­te. Sie erhielt am Don­ners­tag ihre Ent­las­sungs­ur­kun­de. Mit Blick auf die schei­den­de Amts­in­ha­be­rin sag­te Stein­mei­er, dass er ihr für ihr lang­jäh­ri­ges poli­ti­sches Enga­ge­ment dan­ke. Lam­brecht habe ihre Ämter nie in „ein­fa­chen Zei­ten” aus­ge­übt. In ihrem letz­ten Amt habe sie sich nicht mehr auf „poli­ti­sche Rou­ti­nen” ver­las­sen kön­nen. Sie habe jeden Tag aufs Neue die Lage beur­tei­len, ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te dar­an anpas­sen und unter Zeit­druck „kom­ple­xe und weit­rei­chen­de Ent­schei­dun­gen” tref­fen müs­sen, so Stein­mei­er. Dabei habe das Minis­te­ri­um neben einem „enor­men Bedeu­tungs­zu­wachs” auch „rie­si­ge öffent­li­che Auf­merk­sam­keit” erfah­ren. Für den neu­en Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter ste­hen am ers­ten Tag im Amt zahl­rei­che Ter­mi­ne auf der Tages­ord­nung. Kurz nach sei­ner Ernen­nung soll Bun­des­tags­prä­si­den­tin Bär­bel Bas (SPD) ihm gegen 9 Uhr im Ple­nar­saal des Bun­des­ta­ges den Amts­eid abneh­men. Direkt im Anschluss steht die Über­nah­me der Amts­ge­schäf­te an: Der neue Minis­ter wird durch den Gene­ral­inspek­teur der Bun­des­wehr, Eber­hard Zorn, im Bend­ler­block in Ber­lin mit mili­tä­ri­schen Ehren emp­fan­gen. Kurz danach begrüßt Pis­to­ri­us mit sei­nem US-Amts­kol­le­gen Lloyd Aus­tin auch schon sei­nen ers­ten inter­na­tio­na­len Gast. Dabei soll es unter ande­ren um die aktu­el­le Kriegs­la­ge in der Ukrai­ne gehen.

Foto: Schloss Bel­le­vue am 19.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

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