Brei­te Kri­tik an ange­kün­dig­ter Groß­ak­ti­on von „Letz­ter Generation”

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Poli­ti­ker von Uni­on und FDP sowie Ver­tre­ter der Poli­zei­ge­werk­schaft DPolG reagie­ren mit schar­fer Kri­tik auf die Ankün­di­gung der Kli­ma­schutz­be­we­gung „Letz­te Gene­ra­ti­on”, ab 6. Febru­ar das Leben in Städ­ten und Dör­fern mas­siv zu stö­ren. Alex­an­der Throm, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on, sag­te der „Bild”: „Jeder hat das Recht, fried­lich für den Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. Straf­ta­ten sind kei­ne Form demo­kra­ti­scher Meinungsäußerung.” 

Der Rechts­staat müs­se dar­auf hart und ent­schlos­sen reagie­ren. Throm sag­te, er erwar­te von der „Letz­ten Gene­ra­ti­on”, dass sie sich „klar und deut­lich von links­extre­mis­ti­schen Grup­pie­run­gen und Gewalt­ak­tio­nen distan­ziert.” Der FDP-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Innen­po­li­ti­ker Manu­el Höfer­lin (FDP) sag­te zu „Bild”: „Das Recht, fried­lich zu demons­trie­ren, ist ein hohes Gut. Wo aber Gewalt gegen Men­schen oder Sachen das Mit­tel der Wahl wird, ist eine rote Linie über­schrit­ten.” Die „Letz­te Gene­ra­ti­on” müs­se mit der vol­len Här­te des Rechts­staa­tes rech­nen. Dar­über hin­aus müs­sen sie sich ernst­haft die Fra­ge stel­len, ob sie sich mit der Art ihres Pro­tests nicht selbst scha­de, „wenn die Men­schen am Ende nicht mehr Kli­ma­schutz, son­dern ein­fach weni­ger Letz­te Gene­ra­ti­on wol­len.” Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Deut­schen Poli­zei-Gewerk­schaft (DPolG), Manu­el Oster­mann, sag­te zu „Bild”: „Bei der Ankün­di­gung wird deut­lich, dass sich die Radi­ka­li­sie­rungs­pro­zes­se aus­wei­ten. Was einst ein Pro­test aus Über­zeu­gung war, ist längst unter­lau­fen von Extre­mis­ten.” Es gin­ge nun um die radi­ka­le Durch­set­zung ideo­lo­gi­scher Über­zeu­gun­gen. Der Rechts­staat müs­se hier hell­wach sein und kon­se­quent vor­ge­hen. Oster­mann führ­te aus: „Die Ein­satz­kräf­te sind sich der Lage bewusst, aber eini­ge poli­ti­sche Ver­ant­wort­li­che tabui­sie­ren noch immer eine dra­ma­ti­sche Ent­wick­lung. Extre­mis­mus im Namen des Kli­mas ist bereits jetzt Gegen­stand der Realität.”

Foto: Kli­ma­pro­test, über dts Nachrichtenagentur

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