Bund-Län­der-Streit um Flücht­lings­kos­ten geht weiter

Ange­sichts der mas­si­ven Pro­ble­me bei der Unter­brin­gung und Ver­sor­gung von Flücht­lin­gen in deut­schen Kom­mu­nen wird nun auch aus den Län­dern der Druck auf die Ampel-Koali­ti­on erhöht. „Der Bund muss bei sei­nem Ange­bot, eige­ne Lie­gen­schaf­ten zur Ver­fü­gung zu stel­len, kon­kre­ter wer­den”, sag­te die saar­län­di­sche Minis­ter­prä­si­den­tin Anke Reh­lin­ger (SPD) der „Rhei­ni­schen Post” (Don­ners­tags­aus­ga­be). „Da sind die Mög­lich­kei­ten noch nicht ausgereizt.” 

Kom­mu­nen, Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und zahl­rei­che Bür­ger enga­gier­ten sich bis an die Gren­ze des Mach­ba­ren. Im Saar­land habe man bereits Con­tai­ner auf­ge­stellt, damit nicht wie­der Turn­hal­len belegt wer­den müss­ten. Auch suche man mit den Kom­mu­nen nach Wegen, zusätz­li­chen Wohn­raum zu mobi­li­sie­ren. „Wir brau­chen mehr finan­zi­el­le Unter­stüt­zung des Bun­des”, sag­te Reh­lin­ger, die auch stell­ver­tre­ten­de SPD-Vor­sit­zen­de ist. „Zum Bei­spiel für mehr Kita­plät­ze oder beglei­ten­de Maß­nah­men in Schu­len.” Da sei auch ihre Erwar­tung an den von Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Nan­cy Fae­ser (SPD) geplan­ten Flücht­lings­gip­fel, so die Minis­ter­prä­si­den­tin. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Hilfs­gü­ter für Flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne in Deutsch­land, über dts Nachrichtenagentur

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