Bun­des­re­gie­rung hat umfang­rei­che Plä­ne für Zivilverteidigung

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Bun­des­re­gie­rung hat nach eige­nen Anga­ben umfang­rei­che Plä­ne für Zivil­schutz und zivil Ver­tei­di­gung im Angriffs­fall. Die soge­nann­te „Kon­zep­ti­on Zivi­le Ver­tei­di­gung” (KZV) als Basis­do­ku­ment wer­de kon­se­quent umge­setzt, teil­te die Bun­des­re­gie­rung in Ant­wort auf eine Anfra­ge der Uni­ons­frak­ti­on mit. Die­se KZV sei Grund­la­ge für wei­te­re län­der- und res­sort­über­grei­fen­de Arbei­ten und Planungen. 

„Kon­zep­te zur Betreu­ung, zum Mas­sen­an­fall von Ver­letz­ten und Kran­ken­hau­salarm und Ein­satz­pla­nung sind bereits erar­bei­tet wor­den”, heißt es in der Ant­wort wei­ter. Ein Kon­zept zur Auf­recht­erhal­tung der Staats- und Regie­rungs­funk­ti­on, die Richt­li­nie für das Zivi­le Mel­de- und Lage­we­sen in einer Kri­se und im Ver­tei­di­gungs­fall sowie die Richt­li­nie „Zivi­le Alarm­pla­nung” sei­en bereits erlas­sen wor­den bezie­hungs­wei­se wür­den mit Nach­druck erar­bei­tet. Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um habe über­dies aus aktu­el­lem Anlass den Aus­bau der Zivil­schutz­fä­hig­kei­ten initi­iert, schreibt die Bun­des­re­gie­rung wei­ter. Zu nen­nen sei­en hier ins­be­son­de­re die Ein­füh­rung von Cell Broad­cast als neu­em Warn­ka­nal für War­nun­gen als Text­nach­rich­ten auf Mobil­te­le­fo­ne, die gemein­sam mit den Län­dern vor­ge­se­he­ne Ein­füh­rung eines geo­re­fe­ren­zier­ten Warn­mit­tel­ka­tas­ters, in dem die Warn­mit­tel von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen dar­ge­stellt sind, und die Umset­zung des Sire­nen­för­der­pro­gramms des Bun­des zur Erhö­hung des bun­des­wei­ten Sire­nen­be­stan­des. Zudem wird den Anga­ben zufol­ge aktu­ell eine Bestands­auf­nah­me der noch bestehen­den Schutz­räu­me wie etwa Bun­ker­an­la­gen durch­ge­führt. Ziel sei eine kon­zep­tio­nel­le Wei­ter­ent­wick­lung zum Auf­bau eines geeig­ne­ten und umsetz­ba­ren Pro­gramms zum phy­si­schen Schutz der Bevöl­ke­rung. Zusätz­lich sei die Deut­sche Stra­te­gie zur Stär­kung der Resi­li­enz gegen­über Kata­stro­phen (Resi­li­enz­stra­te­gie) im Juli 2022 vom Bun­des­ka­bi­nett beschlos­sen wor­den und wer­de umge­setzt. Zur Umset­zung der Maß­nah­men im Zivil­schutz erhal­ten die Haus­hal­te des Bun­des­am­tes für den Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hil­fe (BBK) und der Bun­des­an­stalt Tech­ni­sches Hilfs­werk (THW) laut Bun­des­re­gie­rung „für das Jahr 2023 einen deut­li­chen Zuwachs im Ver­gleich zu den regu­lä­ren Haus­halts­an­sät­zen des Jah­res 2019”. Wäh­rend bei­spiels­wei­se „dem BBK im Jahr 2019, dem letz­ten regu­lä­ren Haus­halts­jahr ohne Son­der­mit­tel aus dem Kon­junk­tur­pro­gramm, 144 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung stan­den, wer­den es im Jahr 2023 bereits über 200 Mil­lio­nen Euro sein”, führt die Bun­des­re­gie­rung aus.

Foto: Bun­des­wei­ter Warn­tag am 08.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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