Bun­des­re­gie­rung kürzt Garan­tien für Inves­ti­tio­nen in China

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Bun­des­re­gie­rung fährt staat­li­che Garan­tien für Inves­ti­tio­nen deut­scher Unter­neh­men in Chi­na deut­lich zurück. So wur­den nach einer Ände­rung der Ver­ga­be­richt­li­ni­en Mit­te Novem­ber 14 Anträ­ge mit einem Gesamt­vo­lu­men von vier Mil­li­ar­den Euro abge­lehnt. Das geht aus einer Ant­wort des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums auf eine schrift­li­che Anfra­ge des stell­ver­tre­ten­den CDU/C­SU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Jens Spahn her­vor, über die „Busi­ness Insi­der” berichtet. 

Die neu­en Richt­li­ni­en sehen vor, dass Inves­ti­tio­nen nur noch mit maxi­mal drei Mil­li­ar­den Euro pro Unter­neh­men und Ziel­staat abge­si­chert wer­den. Anträ­ge, die die­se Gren­ze über­schrei­ten, wer­den nicht gewährt. Die Regie­rung nahm in den letz­ten Jah­ren tat­säch­lich sehr viel Steu­er­geld dafür in die Hand: Mit bis zu 8,9 Mil­li­ar­den Euro sichert die Bun­des­re­gie­rung nach Infor­ma­tio­nen von „Busi­ness Insi­der” noch immer deut­sche Inves­ti­tio­nen in Chi­na ab. Zusätz­lich sind Anträ­ge mit einem Volu­men von 40,3 Mil­lio­nen im lau­fen­den Prü­fungs­ver­fah­ren. CDU-Poli­ti­ker Spahn mahnt, die Garan­tien noch bes­ser ein­zu­set­zen: „Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien müs­sen stra­te­gisch genutzt wer­den, um Abhän­gig­kei­ten zu redu­zie­ren. Daher soll­te die Bun­des­re­gie­rung nach trans­pa­ren­ten Kri­te­ri­en ver­fah­ren. Ein­fach strei­chen ist kei­ne Lösung.”

Foto: Stra­ßen­ver­kehr in Peking, über dts Nachrichtenagentur

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