Bun­des­re­gie­rung rech­net mit 6,0 Pro­zent Infla­ti­on in 2023

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Bun­des­re­gie­rung rech­net für das Jahr 2023 mit 6,0 Pro­zent Infla­ti­on – nach­dem die Teue­rung im Vor­jahr bei 7,9 Pro­zent lag. Das steht im neu­en Jah­res­wirt­schafts­be­richt, den das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um am Mitt­woch vor­ge­legt hat. Die für das Jahr 2023 erwar­te­te Kern­in­fla­ti­ons­ra­te, die die stark vola­ti­len Prei­se für Nah­rungs­mit­tel und Ener­gie nicht berück­sich­ti­ge, dürf­te laut der Pro­gno­se bei 5,6 Pro­zent liegen. 

Der Höhe­punkt der Infla­ti­ons­ent­wick­lung dürf­te nach Ansicht des Minis­te­ri­ums über­schrit­ten sein, wobei die staat­li­chen Hilfs­maß­nah­men wie die Strom- und Gas­preis­brem­sen „spür­ba­re Ent­las­tun­gen” bräch­ten. Die rea­len Ein­kom­mens- und Kauf­kraft­ver­lus­te für die Ver­brau­cher wür­den trotz der preis­dämp­fen­den staat­li­chen Maß­nah­men bis weit in das Jahr 2023 spür­bar blei­ben und die bin­nen­wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung belas­ten, so das Minis­te­ri­um. Nach einer ins­ge­samt posi­ti­ven Ent­wick­lung der Wirt­schafts­leis­tung im zwei­ten Halb­jahr 2022 geht die Bun­des­re­gie­rung für das lau­fen­de Jahr zwar von einer Abküh­lung infol­ge des Ener­gie­preis­schocks und der Zins­wen­de aus, rech­net in Sum­me aber mit einem Zuwachs des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes von +0,2 Pro­zent. In der Herbst­pro­jek­ti­on hat­te sie noch mit einem Rück­gang des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes um ‑0,4 Pro­zent gerechnet.

Foto: But­ter­prei­se im Super­markt, über dts Nachrichtenagentur

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