Bun­des­re­gie­rung stoppt För­de­rung für Iran-Geschäfte

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat ange­sichts der Lage im Iran die außen­wirt­schaft­li­chen För­der­instru­men­te sowie die deutsch-ira­ni­schen Wirt­schafts­for­ma­te aus­ge­setzt. Das umfas­se die Export­kre­dit- und Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien, den deutsch-ira­ni­schen Ener­gie­dia­log, das Mana­ger­fort­bil­dungs­pro­gramm und das Aus­lands­mes­se­pro­gramm, wie das Minis­te­ri­um am Frei­tag mit­teil­te. Nur bei belast­ba­ren huma­ni­tä­ren Grün­den könn­ten Aus­nah­men zuge­las­sen wer­den, hieß es. 

Bei den Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien sei die Aus­set­zung bereits umge­setzt, bei den Export­kre­dit­ga­ran­tien erfol­ge die for­ma­le Aus­set­zung ab Janu­ar 2023. Das deutsch-ira­ni­sche Han­dels­vo­lu­men betrug im Jahr 2021 1,76 Mil­li­ar­den Euro, von Janu­ar bis Sep­tem­ber 2022 1,49 Mil­li­ar­den Euro. Die Über­nah­me der Export- und Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien gegen­über dem Iran war ohne­hin über vie­le Jahr­zehn­te aus­ge­setzt, erst seit 2016 gab es eine kur­ze Pha­se der Öff­nung. So wur­den bei den Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien für eini­ge weni­ge Pro­jek­te Garan­tien mit Deckungs­vo­lu­men von ins­ge­samt rund Euro 123 Mil­lio­nen über­nom­men oder ver­län­gert. Bereits seit Ende 2018 lagen dem Bund kei­ne Anträ­ge auf Neu­über­nah­men von Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien mehr zur Ent­schei­dung vor. Ver­gleich­ba­res gilt für Export­kre­dit­ga­ran­tien: der Bund hat in den Jah­ren 2017 (Deckungs­vo­lu­men rund Euro 176 Mil­lio­nen) und 2018 (rd. Euro 37 Mil­lio­nen) Export­kre­dit­ga­ran­tien für Expor­te in den Iran über­nom­men, seit 2019 nicht jedoch mehr.

Foto: Iran, über dts Nachrichtenagentur

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