Bun­des­wehr­ver­band begrüßt Nomi­nie­rung von Pistorius

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Vor­sit­zen­de des Deut­schen Bun­des­wehr­ver­bands, Oberst André Wüst­ner, begrüßt die Nomi­nie­rung von Boris Pis­to­ri­us (SPD) zum künf­ti­gen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) habe mit die­ser Ent­schei­dung unter­stri­chen, „wel­che Bedeu­tung er dem Amt des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters bei­misst”, sag­te Wüst­ner der „Welt” (Mitt­wochs­aus­ga­be). „Unab­hän­gig von Quo­te und Pro­porz hat er die aus sei­ner Sicht am bes­ten geeig­ne­te Per­sön­lich­keit ausgewählt.” 

Pis­to­ri­us sei „hoch­ge­ach­tet”, und beherr­sche als lang­jäh­ri­ger nie­der­säch­si­scher Innen­mi­nis­ter die Mecha­nis­men des Regie­rungs­han­delns eben­so wie die Regeln des Par­la­ments­be­triebs. „Sei­ne Amts­füh­rung in Han­no­ver war gekenn­zeich­net von kla­rer Kan­te und offe­nem Wort”, sag­te der Sol­da­ten-Vetre­ter. Pis­to­ri­us gehö­re „zu den poli­ti­schen Schwer­ge­wich­ten in der SPD”. Aller­dings mach­te Wüst­ner auch sei­ne Erwar­tun­gen deut­lich. „Die Lage der Bun­des­wehr ist so pre­kär wie nie zuvor”, so der Ver­bands­chef. „Auf den neu­en Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter war­ten nicht nur auf­grund des schreck­li­chen Krie­ges in der Ukrai­ne, son­dern auch auf­grund Deutsch­lands Rol­le sowie Ver­ant­wor­tung in der Welt enor­me Auf­ga­ben. Der struk­tu­rel­le Ver­än­de­rungs­be­darf und die Not­wen­dig­keit zum Schlie­ßen von per­so­nel­len, infra­struk­tu­rel­len sowie mate­ri­el­len Lücken lie­gen auf der Hand.” Pis­to­ri­us müs­se sich „zügig ein Lage­bild ver­schaf­fen” und Refor­men „mit Hoch­druck vor­an­trei­ben”, so Wüst­ner. Er müs­se ver­ste­hen, „dass die Bun­des­wehr kei­ne Orga­ni­sa­ti­on wie jede ande­re ist” und er „die Men­schen der Bun­des­wehr im Her­zen errei­chen” müsse.

Foto: Bun­des­wehr-Sol­dat, über dts Nachrichtenagentur

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