CDU for­dert Ener­gie­spar-Appell von Scholz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – CDU-Vize Andre­as Jung for­dert einen Auf­ruf des Bun­des­kanz­lers an die Bevöl­ke­rung, mehr Ener­gie zu spa­ren. „Ange­zeigt ist jetzt eine sehr kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on der Bun­des­re­gie­rung: Jeder Bei­trag beim Ener­gie­spa­ren zählt”, sag­te Jung den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tags­aus­ga­ben). „Das gebets­müh­len­ar­ti­ge scholz­sche Selbst­lob zur angeb­lich schon gesi­cher­ten Ver­sor­gung wiegt in fal­scher Sicher­heit: Wir erwar­ten von Olaf Scholz Klar­text statt Wei­ter so.” 

Laut dem ener­gie­po­li­ti­schen Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on ist die Gefahr einer Gas­man­gel­la­ge „trotz vol­ler Spei­cher nicht vom Tisch”. Risi­ko­fak­to­ren sei­en ein kal­ter Win­ter, unzu­rei­chen­de LNG-Lie­fe­run­gen und ein Ver­feh­len des Spar­ziels. „Noch hat der Frost noch gar nicht hart zuge­schla­gen”, sag­te Jung den Fun­ke-Zei­tun­gen. Trotz­dem wur­de das Spar­ziel letz­te Woche geris­sen. „Das muss ein Weck­ruf für die Bun­des­re­gie­rung sein. Es muss kurz­fris­tig gehan­delt und stär­ker sen­si­bi­li­siert wer­den.” Zuletzt war wegen weni­ger Gas ein­ge­spart wor­den als emp­foh­len. Der Deut­sche Wet­ter­dienst geht davon aus, dass die Käl­te­wel­le noch bis min­des­tens Mit­te der Woche anhält. Kon­kret for­der­te Jung Ände­run­gen an der geplan­ten „Abschöp­fung” in der Strom­bran­che, die in der kom­men­den Woche beschlos­sen wer­den soll. Die­se wür­de als „Erneu­er­ba­ren-Brem­se” funk­tio­nie­ren, sag­te er. Kom­me die „Abschöp­fung” unver­än­dert, wer­de kurz­fris­tig Bio­en­er­gie-Pro­duk­ti­on gedros­selt. Zudem wür­de Kraft-Wär­me-Kopp­lung zurück­ge­drängt, wenn den Betrei­bern nun plötz­lich Netz­ent­gel­te auf­ge­brummt wür­den. „Gera­de Bio­gas und Kraft-Wär­me-Kopp­lung als ver­läss­li­cher Part­ner vola­ti­ler Erneu­er­ba­rer erset­zen Gas­lie­fe­run­gen”, sag­te er. „Damit sind die Ampel-Plä­ne das exak­te Gegen­teil des­sen, was wir jetzt brau­chen: Die Gefahr einer Man­gel­la­ge in die­sem Win­ter wür­de so ver­schärft.” Wenn die Regie­rung nicht nach­bes­se­re, ris­kie­re sie nicht nur einen Kol­la­te­ral­scha­den für die Ener­gie­wen­de: Sie set­ze auch die Ener­gie­si­cher­heit in die­sem Win­ter aufs Spiel. Jung kri­ti­sier­te zudem ein „schwer kom­mu­ni­zier­ba­res Wirr­warr” bei den Ener­gie­preis­brem­sen. Es müss­ten jetzt zusätz­li­che Anrei­ze für frei­wil­li­ge Ein­spa­run­gen gesetzt werden.

Foto: Hei­zung, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.