CDU lobt Polens Ankün­di­gung zu Kampf­pan­zer-Lie­fe­rung an Ukraine

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – CDU-Außen­po­li­ti­ker Rode­rich Kie­se­wet­ter hat die Ankün­di­gung Polens begrüßt, der Ukrai­ne etwa zehn Kampf­pan­zer vom Typen Leo­pard 2 zu lie­fern. „Polen zeigt damit erneut, dass es stra­te­gisch vor­aus­schau­end denkt und ein ver­läss­li­cher Part­ner der regel­ba­sier­ten Ord­nung ist”, sag­te Kie­se­wet­ter dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Mitt­woch­aus­ga­ben). „Das erhöht den Druck auf Deutsch­land, hier end­lich umzu­den­ken”, so der CDU-Politiker. 

„Bei wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen muss man sich des­halb den Vor­wurf unter­las­se­ner Hil­fe­leis­tung gefal­len las­sen.” Kie­se­wet­ter drängt auf eine schnel­le Ent­schei­dung. „Je frü­her die Lie­fe­rung erfolgt, je rascher wir direkt mit der Aus­bil­dung par­al­lel zum Schüt­zen­pan­zer begin­nen, des­to schnel­ler kann die Ukrai­ne den Krieg gewin­nen und ihr Staats­ge­biet von rus­si­scher Besat­zung und Kriegs­ver­bre­chen befrei­en.” Die Lie­fe­rung wer­de Men­schen­le­ben schüt­zen und ret­ten. „Es führt kein Weg an der Lie­fe­rung von Leo­pard-Kampf­pan­zern mehr vor­bei”, sag­te der Außen­po­li­ti­ker. „Nach Frank­reichs Ent­schei­dung zur Lie­fe­rung leich­ter Kampf­pan­zer, sehen wir nun, dass Polen erneut die Initia­ti­ve ergreift, wie zuvor schon beim Patri­ot-Sys­tem.” Bis­lang habe sich Deutsch­land vor der Ver­ant­wor­tung gedrückt und eine „Füh­rungs­funk­ti­on” schlicht abge­lehnt, so Kie­se­wet­ter. Für ihn ist das Enga­ge­ment Polens ein Hin­weis dar­auf, „dass in Euro­pa künf­tig die mit­tel- und ost­eu­ro­päi­schen Staa­ten, die Bal­ten und Skan­di­na­vi­er, die mas­siv die Ukrai­ne unter­stützt haben, in einer künf­ti­gen euro­päi­schen Neu­ord­nung mehr Gewicht haben werden”.

Foto: Ukrai­ni­sche Flag­ge vor dem Par­la­ment in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

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