CDU-Poli­ti­ker for­dern von FDP und Grü­nen Bruch der Ampel-Koalition

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ange­sichts immer neu­er Span­nun­gen in der Ampel-Koali­ti­on wegen des Ukrai­ne­krie­ges for­dern füh­ren­de CDU-Poli­ti­ker Grü­ne und FDP zum Bruch des Bünd­nis­ses und der Bil­dung einer Jamai­ka-Regie­rung mit der Uni­on auf. Der 1. Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on, Thors­ten Frei, sag­te der „Bild”: „Die Sze­nen, die sich gera­de in der Ampel-Koali­ti­on abspie­len, erin­nern an ein Schei­dungs­ver­fah­ren. Wenn sich die drei Par­tei­en in so zen­tra­len Fra­gen nicht eini­gen kön­nen, soll­ten sie end­lich kon­se­quent han­deln und einen Neu­an­fang unter ver­än­der­ten Vor­zei­chen suchen. Wir ste­hen jeden­falls parat, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.” 

Der CDU-Außen­po­li­ti­ker Nor­bert Rött­gen for­der­te Grü­ne und FDP eben­falls zum Bruch des Ampel-Bünd­nis­ses auf. Rött­gen sag­te der­sel­ben Zei­tung: „FDP und Grü­ne müs­sen sich fra­gen, ob sie bereit sind, gegen ihre eige­ne Über­zeu­gung die Ver­ant­wor­tung für die­ses Ver­sa­gen mit zu über­neh­men.” Die Bünd­nis­blo­cka­de von Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) und der SPD bedeu­te, „dass Deutsch­land in einer his­to­ri­schen Bewäh­rungs­pro­be des Krie­ges in Euro­pa an einem ent­schei­den­den Punkt ver­sagt”, erklär­te Rött­gen. Der nie­der­säch­si­sche CDU-Vor­sit­zen­de und Frak­ti­ons­chef Sebas­ti­an Lech­ner sag­te der „Bild”: „Jamai­ka wäre bes­ser für Deutsch­land”. FDP und Grü­ne wür­den jetzt mer­ken, „wie rich­tig und wich­tig der Kurs der Uni­on und die ade­nau­er­sche West­bin­dung für Deutsch­lands Rol­le in der Welt sind. Mit der SPD geht es nicht. FDP und Grü­ne soll­ten daher raus aus der Ampel”, sag­te Lechner.

Foto: Unter­schrift des Ampel-Koali­ti­ons­ver­trags am 7.12.21, über dts Nachrichtenagentur

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