CDU warnt Scholz vor Hän­ge­par­tie nach Lambrecht-Rücktritt

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – CDU-Gene­ral­se­kre­tär Mario Cza­ja kri­ti­siert Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz dafür, dass nach dem Rück­tritt von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht (SPD) noch kei­ne Nach­fol­ge­lö­sung bereit­steht. Ein Ansprech­part­ner für die mög­li­cher­wei­se bevor­ste­hen­de Leo­pard-Lie­fe­rung müs­se schnell her, auch Rüs­tungs­pro­jek­te müss­ten zügig aus­ge­löst wer­den, sag­te er dem TV-Sen­der „Welt”. „Wir haben eine schwie­ri­ge Situa­ti­on in Euro­pa. Wir haben Krieg in Euro­pa und wir haben in die­ser Woche ein wich­ti­ges Tref­fen der Kon­takt­grup­pe für die Ukrai­ne-Unter­stüt­zung in Ramstein.” 

Des­we­gen sei es jetzt extrem wich­tig, dass die Trup­pe Klar­heit habe, wer sie füh­re. Der Bun­des­kanz­ler müs­se jetzt sehr schnell han­deln. „Es war eine schwie­ri­ge Situa­ti­on über das gan­ze Wochen­en­de. Wir hät­ten erwar­tet, dass Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz früh­zei­ti­ger hier Ent­schei­dun­gen trifft.” Jetzt sei das gekom­men, was man am Mon­tag alle mit­ein­an­der erwar­tet habe. „Wir brau­chen jetzt schnell Klar­heit und Kom­pe­tenz für die Bun­des­wehr”, so Cza­ja. Bei den Sozi­al­de­mo­kra­ten lie­ge jetzt die Ver­ant­wor­tung, gege­be­nen­falls müs­se eine Kabi­netts­um­bil­dung geben, wenn die SPD der Auf­fas­sung sei, dass sie bei sich selbst jetzt kei­nen Nach­fol­ger fin­de. Die Dis­kus­si­on über einen Frau­en­an­teil müs­se nun zurück­ste­hen, obwohl der Bun­des­kanz­ler sicher eine SPD-Frau auf­bie­ten könn­te, so Cza­ja: „Ich habe Ver­ständ­nis dafür, dass er das Kabi­nett ger­ne pari­tä­tisch beset­zen möch­te. Sicher­lich gibt es auch vie­le erfah­re­ne Frau­en bei der bei den Sozi­al­de­mo­kra­ten, er muss jetzt die­se Ent­schei­dung sehr zügig tref­fen, und es liegt in sei­ner Hand, jetzt schnell Klar­heit zu haben.”

Foto: Olaf Scholz, über dts Nachrichtenagentur

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