CDU will um Wäh­ler mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund werben

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – CDU-Gene­ral­se­kre­tär Mario Cza­ja will geziel­ter Wäh­ler mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund anspre­chen. „Unser poli­ti­sches Ange­bot kann aus mei­ner Sicht noch sehr viel mehr Men­schen errei­chen”, sag­te er dem „Spie­gel” (Frei­tags­aus­ga­be). „Ande­rer­seits fällt mir auf, dass wir gera­de Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund bis­lang emo­tio­nal nicht erreicht haben, dass wir sie nicht mit unse­rer Spra­che über­zeugt haben.” 

Das wol­le man künf­tig deut­lich bes­ser machen, sag­te der CDU-Gene­ral­se­kre­tär. „Uns ist es in der Ver­gan­gen­heit zu wenig gelun­gen, hier Dia­log­ka­nä­le zu öff­nen und auch offen zu hal­ten.” Auf die Nach­fra­ge, ob die jüngs­ten Äuße­run­gen von CDU-Chef Fried­rich Merz die­sem Ziel nicht wider­sprä­chen, sag­te Cza­ja: „Ich glau­be, hier ver­mi­schen Sie unter­schied­li­che Sach­ver­hal­te.” Merz habe „auf die Situa­ti­on in Schu­len hin­ge­wie­sen”. Es sei lei­der so, dass man „immer wie­der Respekt­lo­sig­kei­ten gegen­über den Lehr­kräf­ten erfährt – sowohl durch Schü­ler, oft aber lei­der auch durch Eltern, ins­be­son­de­re Väter”, sag­te Cza­ja. Merz hat­te aus­schließ­lich über Kin­der mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund gespro­chen und die For­mu­lie­rung „klei­ne Paschas” verwendet.

Foto: CDU-Par­tei­zen­tra­le, über dts Nachrichtenagentur

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