Chi­na warnt vor deut­schem Minis­ter­be­such in Taiwan

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Dem Ver­hält­nis zwi­schen Deutsch­land und Chi­na droht eine neue Belas­tungs­pro­be. Vor dem Hin­ter­grund eines mög­li­chen Besuchs von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Bet­ti­na Stark-Watz­in­ger (FDP) in Tai­wan warn­te Chi­na Deutsch­land vor offi­zi­el­len Kon­tak­ten zu der Insel­re­pu­blik, wie das „Redak­ti­ons­netz­werks Deutsch­land” berich­tet. Die chi­ne­si­sche Bot­schaft teil­te auf Anfra­ge des RND mit, „dass das Ein-Chi­na-Prin­zip der uni­ver­sel­le Kon­sens der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft ist und die poli­ti­sche Grund­la­ge für die Ent­wick­lung zwi­schen­staat­li­cher Bezie­hun­gen zwi­schen Chi­na und ande­ren Län­dern, ein­schließ­lich Deutsch­land, darstellt”. 

Man for­de­re die deut­sche Sei­te auf, „das poli­ti­sche Ver­spre­chen ein­zu­hal­ten und kei­ne offi­zi­el­len Kon­tak­te mit Tai­wan auf­zu­neh­men”. Deutsch­land erkennt im Rah­men sei­ner Ein-Chi­na-Poli­tik die Volks­re­pu­blik als ein­zi­gen sou­ve­rä­nen Staat in Chi­na an und unter­hält daher kei­ne diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen zu Tai­wan. Das Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­ri­um und das Außen­mi­nis­te­ri­um in Tai­peh woll­ten eine Rei­se Stark-Watz­in­gers weder bestä­ti­gen noch demen­tie­ren. Der FDP-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Peter Heidt sag­te dem RND aber: „Mir hat das die Minis­te­rin per­sön­lich gesagt. Die­se kon­kre­te Pla­nung gibt es.” In Tai­peh zeig­te man sich offen für einen Besuch. „Das Außen­mi­nis­te­ri­um hat seit Lan­gem erklärt, dass es die Bemü­hun­gen Tai­wans und Deutsch­lands um eine wei­te­re Inten­si­vie­rung des Aus­tauschs durch gegen­sei­ti­ge Besu­che begrüßt”, hieß es in einer Mit­tei­lung auf Anfra­ge des RND.

Foto: Tai­wan-Flag­ge, über dts Nachrichtenagentur

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