CSU will Län­der­fi­nanz­aus­gleich grund­le­gend reformieren

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die CSU for­dert will das Sys­tem des Län­der­fi­nanz­aus­gleichs grund­le­gend refor­mie­ren. Bun­des­län­der, die ihre „staat­li­chen Auf­ga­ben” nicht voll wahr­neh­men wür­den, sol­len nach dem Wil­len der Christ­so­zia­len aus dem Län­der­topf weni­ger Geld erhal­ten, berich­tet die „Welt”. Die Mit­tel dar­auf sol­len außer­dem nur noch für Pflicht­aus­ga­ben ver­wen­det werden. 

„Ber­lin bekommt jedes Jahr Mil­li­ar­den aus dem Topf des Finanz­aus­gleichs und gibt die­ses Geld ganz offen­sicht­lich nicht dafür aus, um grund­le­gen­de Auf­ga­ben des Staats wie die inne­re Sicher­heit wahr­zu­neh­men”, kri­ti­sier­te CSU-Gene­ral­se­kre­tär Huber mit Blick auf die Straf­ver­fol­gen nach den Aus­schrei­tun­gen an Sil­ves­ter. „Statt­des­sen baut der Senat Gen­der-Toi­let­ten oder macht Wahl­kampf­ge­schen­ke wie ein 29-Euro-Ticket, das eine hal­be Mil­li­ar­de kos­tet”, sag­te Huber der „Welt”. „Wir wol­len, dass Bay­ern künf­tig deut­lich weni­ger im Rah­men des Finanz­aus­gleichs bezah­len muss. Mit den ein­ge­spar­ten Mit­teln möch­ten wir noch mehr in Bay­ern inves­tie­ren.” Geld aus dem Län­der­topf sol­le nach dem Wil­len der CSU nur für bestimm­te Aus­ga­ben genutzt wer­den. „Der Län­der­fi­nanz­aus­gleich muss grund­le­gend ver­än­dert wer­den, der­zeit bestehen offen­sicht­lich Fehl­an­rei­ze, denn Miss­wirt­schaft wird belohnt”, sag­te Ulrich Lan­ge, Vize­chef der Uni­ons­frak­ti­on im Bun­des­tag, der „Welt”. „Ich kann den Leu­ten hier in Bay­ern nicht erklä­ren, dass ihr Geld in Ber­lin für Leis­tun­gen aus­ge­ge­ben wird, die es im Frei­staat nicht gibt. Zum Bei­spiel für kos­ten­lo­se Kita­plät­ze”, so Lan­ge. „Aus Mit­teln des Län­der­fi­nanz­aus­gleichs dür­fen künf­tig nur noch Pflicht­auf­ga­ben finan­ziert wer­den, das muss Ziel einer Reform sein.” Noch vor der Land­tags­wahl in Bay­ern am 8. Okto­ber soll eine ent­spre­chen­de Kla­ge ein­ge­reicht wer­den. Bay­ern ist im Län­der­fi­nanz­aus­gleich mit rund neun Mil­li­ar­den Euro das größ­te Geber­land, Ber­lin erhält die meis­ten Mittel.

Foto: CSU-Fah­nen, über dts Nachrichtenagentur

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