DAX lässt kräf­tig nach – US-Rezes­si­ons­ängs­te brei­ten sich aus

Frankfurt/Main (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Am Don­ners­tag hat der DAX deut­lich nach­ge­las­sen. Zum Xetra-Han­dels­schluss wur­de der Index mit 14.920 Punk­ten berech­net, ein Minus in Höhe von 1,7 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­ta­ges­schluss. Die Rezes­si­ons­ängs­te aus den USA erreich­ten am Don­ners­tag auch das euro­päi­sche Festland. 

Am Vor­tag waren Kon­junk­tur­da­ten ver­öf­fent­licht wor­den, die einen über­ra­schend star­ken Rück­gang von Ein­zel­han­dels­um­sät­zen und einen nicht weni­ger unver­hofft deut­li­chen Anstieg der Erzeu­ger­prei­se zeig­ten. Zwar soll­te damit umso kla­rer sein, dass künf­ti­ge Zins­schrit­te der US-Zen­tral­bank gerin­ger aus­fal­len dürf­ten. Doch Anle­ger an den Bör­sen in New York wie in Frank­furt müs­sen nun abwä­gen, ob die bis­he­ri­gen Leit­zins­er­hö­hun­gen mög­li­cher­wei­se bereits eine anste­hen­de Rezes­si­on mit ver­ur­sacht haben. Bis kurz vor Han­dels­schluss bil­de­ten die Akti­en von Con­ti­nen­tal mit Abstand das Schluss­licht der Kurs­lis­te (minus fünf Pro­zent). Zur sel­ben Zeit stan­den ent­ge­gen dem Trend nur die Papie­re von Bei­ers­dorf, Deut­scher Bör­se, E‑on, Han­no­ver Rueck und RWE mit gerin­gen Zuwäch­sen im Plus. Unter­des­sen ist Gas am Don­ners­tag güns­ti­ger gewor­den. Eine Mega­watt­stun­de zur Lie­fe­rung im Febru­ar kos­te­te kurz vor Han­dels­en­de 61 Euro und damit zwei Pro­zent weni­ger als am Vor­tag. Das impli­ziert einen Ver­brau­cher­preis von min­des­tens rund 10 bis 12 Cent pro Kilo­watt­stun­de (kWh) inklu­si­ve Neben­kos­ten und Steu­ern, soll­te das Preis­ni­veau dau­er­haft so blei­ben. Der Ölpreis stieg hin­ge­gen für sei­ne Ver­hält­nis­se deut­lich: Ein Fass der Nord­see-Sor­te Brent kos­te­te am Don­ners­tag­nach­mit­tag gegen 17 Uhr deut­scher Zeit 85,99 US-Dol­lar, das waren 1,2 Pro­zent mehr als am Schluss des vor­he­ri­gen Han­dels­tags. Die euro­päi­sche Gemein­schafts­wäh­rung ten­dier­te am Don­ners­tag­nach­mit­tag etwas stär­ker. Ein Euro kos­te­te 1,0793 US-Dol­lar (+0,01 Pro­zent), ein Dol­lar war dem­entspre­chend für 0,9265 Euro zu haben.

Foto: Anzei­ge­ta­fel in der Frank­fur­ter Bör­se, über dts Nachrichtenagentur

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