Deut­sche Außen­mi­nis­te­rin kri­ti­siert Mos­kaus Vor­stoß für Feuerpause

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Deutsch­lands Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock (Grü­ne) hat den rus­si­schen Vor­stoß für eine Waf­fen­ru­he über das ortho­do­xe Weih­nachts­fest am Frei­tag und Sams­tag die­ser Woche kri­ti­siert. „Wenn Putin Frie­den woll­te, wür­de er sei­ne Sol­da­ten nach Hau­se holen, und der Krieg wäre vor­bei. Aber offen­bar will er den Krieg fort­set­zen, nach kur­zer Unter­bre­chung”, sag­te Baer­bock am Donnerstag. 

„Eine soge­nann­te Feu­er­pau­se bringt den Men­schen, die unter rus­si­scher Besat­zung in täg­li­cher Angst leben, weder Frei­heit noch Sicher­heit”, so die Minis­te­rin. Des­halb wer­de Deutsch­land die Ukrai­ner wei­ter unter­stüt­zen, „damit sie wie­der in Frie­den und Selbst­be­stim­mung leben kön­nen”, sag­te Baer­bock. Zuvor hat­te die Ukrai­ne die von Mos­kau ange­kün­dig­te Waf­fen­ru­he abge­lehnt. Russ­land müs­se zuerst die besetz­ten Gebie­te ver­las­sen, erst dann wer­de es einen „vor­über­ge­hen­den Waf­fen­still­stand” geben kön­nen, teil­te ein Bera­ter des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten am Don­ners­tag mit. Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin will laut Medi­en­be­rich­ten eine Waf­fen­ru­he für die Zeit von Frei­tag, 12 Uhr Orts­zeit, bis Sams­tag, 24 Uhr, ver­kün­den. Die öst­li­chen Kir­chen stel­len tra­di­tio­nell den 6. Janu­ar in den Mit­tel­punkt der Weih­nachts­fei­er­lich­kei­ten, in der Ukrai­ne wird aber auch der 25. Dezem­ber immer beliebter.

Foto: Anna­le­na Baer­bock, über dts Nachrichtenagentur

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