Deutsch­land bleibt bei Leo­pard-Pan­zern hart

Ram­stein (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Deutsch­land bleibt in der Fra­ge der von der Ukrai­ne gefor­der­ten Kampf­pan­zer­lie­fe­run­gen hart. Eine Ent­schei­dung dazu sei noch nicht getrof­fen wor­den und es sei auch nicht klar, wann eine sol­che Ent­schei­dung fal­len könn­te, sag­te der neue Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD) am Frei­tag am Ran­de eines Gip­fels von Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­kern aus NATO und EU zur Unter­stüt­zung der Ukrai­ne auf dem US-Stütz­punkt Ram­stein in Rhein­land-Pfalz. Um vor­be­rei­tet zu sein, habe er am Frei­tag­mor­gen sei­nem Haus den Auf­trag erteilt, die Bestän­de sowohl inner­halb der Bun­des­wehr als auch in der Indus­trie prü­fen zu las­sen, auch im Hin­blick auf Kom­pa­ti­bi­li­tät der Sys­tem, Ver­füg­bar­keit und Stückzahl. 

„Das alles ist kein Prä­ju­diz, das ist schlicht und ergrei­fend Vor­be­rei­tung auf einen Tag der mög­li­cher­wei­se kom­men mag. Dann wären wir sofort hand­lungs­fä­hig und könn­ten inner­halb kür­zes­ter Zeit die Unter­stüt­zung lie­fern, wenn denn die­se Ent­schei­dung zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und den trans­at­lan­ti­schen Part­nern und den NATO-Part­nern ins­ge­samt so getrof­fen wird”, sag­te Pis­to­ri­us. Das sei eine Fra­ge, die er nicht beant­wor­ten kön­ne, so der deut­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. Es sei kei­nes­falls so wie in der Öffent­lich­keit teil­wei­se dis­ku­tiert, dass Deutsch­land in der Fra­ge von Kampf­pan­zer­lie­fe­run­gen iso­liert sei. Es gebe durch­aus auch Part­ner, die Deutsch­land in sei­ner Hal­tung unter­stütz­ten, so Pis­to­ri­us. „Das Ziel muss am kon­kre­ten Bedarf der Ukrai­ne aus­ge­rich­tet sein”, sag­te der Minis­ter bereits zuvor. Prio­ri­tät habe vor­erst die Luft­ver­tei­di­gung der Ukrai­ne und Muni­ti­on. Deutsch­land wer­de allein mit dem „Früh­jahrs-Paket” Unter­stüt­zung im Gegen­wert von einer Mil­li­ar­de Euro zur Ver­fü­gung stel­len, dar­un­ter sie­ben wei­te­re Gepard-Pan­zer, womit die Gesamt­zahl auf 37 Stück stei­ge. Ins­ge­samt sum­mie­re sich die mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung Deutsch­lands für die Ukrai­ne auf 3,3 Mil­li­ar­den Euro.

Foto: Bun­des­wehr-Pan­zer ´Leo­pard 2´, über dts Nachrichtenagentur

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