Deutsch­land und Nie­der­lan­de laut Stu­die bei Was­ser­stoff vorn

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Deutsch­land und die Nie­der­lan­de haben im euro­päi­schen Ver­gleich die bes­ten Chan­cen, von der Umstel­lung der Indus­trie auf grü­nen Was­ser­stoff als Wirt­schafts­stand­or­te zu pro­fi­tie­ren. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine Stu­die des Cen­trums für Euro­päi­sche Poli­tik (CEP), die die regio­na­len Chan­cen der euro­päi­schen Was­ser­stoff­wirt­schaft unter­sucht. „Die Nie­der­lan­de und das angren­zen­de deut­sche Bun­des­land Nord­rhein-West­fa­len sind von ihrer Indus­trie­struk­tur her idea­le Was­ser­stoff­ab­neh­mer. Gleich­zei­tig bie­ten bei­de Regio­nen auf­grund der nahe gele­ge­nen Nord­see das euro­pa­weit größ­te Poten­zi­al für künf­ti­ge Off­shore-Parks, deren Wind­ener­gie zur Gewin­nung von Was­ser­stoff genutzt wer­den kann”, sag­te Stu­di­en­au­tor André Wolf dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Diens­tag­aus­ga­ben).

Da Pro­duk­ti­on und Nut­zung für einen zügi­gen Mark­t­hoch­lauf mög­lichst nah bei­ein­an­der lie­gen soll­ten, hät­ten die Nord­see­an­rai­ner gut Chan­cen, das gemein­sa­me Was­ser­stoff­zen­trum der EU zu wer­den, so der CEP-Exper­te. „Frank­reich und Ita­li­en mit den Wirt­schafts­zen­tren rund um Paris sowie rund um Mai­land und Turin müs­sen auf­pas­sen, beim Was­ser­stoff nicht den Anschluss zu ver­lie­ren”, warnt der Wis­sen­schaft­ler. Eine Gefahr aller­dings sieht Wolf in über­bor­den­der Regu­lie­rung. So könn­te der Pfad in Rich­tung Wirt­schaft­lich­keit durch teil­wei­se zu rigi­de über­re­gio­na­le Infra­struk­tur­re­strik­tio­nen aus­ge­bremst wer­den. Wolf for­dert die EU daher auf, die not­wen­di­gen öffent­li­chen För­der­gel­der ziel­ge­rich­tet ein­zu­set­zen. Not­wen­dig sei­en eine bes­se­re räum­li­che Koor­di­na­ti­on sowie eine kon­se­quen­te­re Aus­rich­tung der gegen­wär­tig noch über ver­schie­de­ne Kanä­le geför­der­ten Pro­jek­te. Zugleich soll­ten die Vor­aus­set­zun­gen für den Auf­bau einer grenz­über­schrei­ten­den Trans­port­in­fra­struk­tur geschaf­fen wer­den. Grü­ner Was­ser­stoff, gilt als wich­ti­ge Trieb­fe­der der Ener­gie­wen­de und kann als Brenn- oder Roh­stoff fos­si­le Ener­gie­trä­ger wie Öl, Koh­le oder Gas ersetzen.

Foto: Was­ser­stoff-Tank­stel­le, über dts Nachrichtenagentur

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