DGB wirft Arbeit­ge­bern ver­fehl­te Per­so­nal­po­li­tik vor

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Vor­sit­zen­de des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des (DGB), Yas­min Fahi­mi, hat mit Blick auf den Fach­kräf­te­man­gel Betrie­ben eine fal­sche Per­so­nal­po­li­tik vor­ge­wor­fen und sich gegen die Erhö­hung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters aus­ge­spro­chen. „Wenn Arbeit­ge­ber kla­gen, dass ihnen die Fach­kräf­te abhan­den­kom­men, ist das oft genug Ergeb­nis ihrer eige­nen ver­fehl­ten Per­so­nal­po­li­tik in der Ver­gan­gen­heit”, sag­te Fahi­mi dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Mitt­wochs­aus­ga­ben). „Gesund­heits­för­der­li­che Arbeits­be­din­gun­gen, aus­rei­chend Anstren­gun­gen bei der Aus­bil­dung und gute Tarif­löh­ne sind die Mit­tel zur Bekämp­fung von Arbeitskräftemangel.” 

Wer gute Arbeit bie­te, bekom­me auch gute Leu­te, so Fahi­mi. Bei einem höhe­ren Ren­ten­ein­tritts­al­ter befürch­tet sie klei­ne­re Ren­ten. „Ein kla­res Nein zur Anhe­bung der Alters­gren­zen für die Ren­te – denn die ist nichts ande­res als eine Ren­ten­kür­zung durch die Hin­ter­tür. Wer län­ger arbei­ten kann und will, kann das schon heu­te tun”, füg­te Fahi­mi hin­zu. „Vie­le Beschäf­tig­te schaf­fen es aber schon heu­te nicht mehr, über­haupt gesund bis zur Ren­te durch­zu­hal­ten.” Für Beschäf­tig­te in der Pfle­ge, auf dem Bau oder in Fabri­ken sei län­ge­res Arbei­ten kei­ne Opti­on, so die DGB-Vor­sit­zen­de. „Wer hart arbei­tet, hat zudem eine deut­lich gerin­ge­re Lebens­er­war­tung und bezieht somit ohne­hin kür­zer Rente.”

Foto: DGB-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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