Dra­ma­ti­sche Män­gel bei Bundeswehr-Maschinengewehren

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ein Teil der Maschi­nen­ge­weh­re der Bun­des­wehr sind in einem kata­stro­pha­len Zustand. Wie aus dem zwei­ten Quar­tals­be­richt zur „Beschleu­ni­gung und Opti­mie­rung der Beschaf­fun­gen in der Bun­des­wehr”, über den die Bild in ihrer Mitt­wochs­aus­ga­be berich­tet, her­vor­geht, tre­ten bei der Feld­la­fet­te (mitt­le­res Maschi­nen­ge­wehr) vie­le Män­gel auf. Die für „den infan­te­ris­ti­schen Ein­satz” ver­füg­ba­ren Feld­la­fet­ten stamm­ten „aus den 1960er Jah­ren, wei­sen zuneh­mend Obso­le­s­zen­zen auf und bedür­fen vor jeder Ver­wen­dung einer Ein­zel­frei­ga­be”, heißt es in dem Bericht. 

Außer­dem wür­den „zu hohes Gewicht und feh­len­de Nacht­kampf­fä­hig­keit” die Ver­wen­dung wei­ter ein­schrän­ken. Zudem gebe es mas­si­ve Pro­ble­me mit den Impuls­ra­dar-Sys­te­men („Digi­ta­le Auf­nah­me und Aus­wer­tung in der Durch­strahl­tech­nik Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gung”) zur „Auf­klä­rung und Bewer­tung von Kampf­mit­teln bzw. Ver­dachts­ob­jek­ten mit­tels Rönt­gen­tech­nik”. Die­se wür­den „zuneh­mend obso­let” und „müs­sen ersetzt wer­den”. Poten­zi­el­le Lösun­gen sei­en „markt­ver­füg­bar”, heißt es in dem Bericht. CDU-Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ke­rin Serap Güler sag­te der „Bild”: „Ich hof­fe, dass sich der neue Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter die Straf­fung und Beschleu­ni­gung der Beschaf­fung auf die Fah­nen schreibt und hier eine ech­te Reform und einen Men­ta­li­täts­wan­del durch poli­ti­sche Füh­rung schafft.” Mög­li­che Aus­nah­me-Rege­lun­gen bei der Ver­ga­be müs­sen jetzt genutzt wer­den, damit schnellst­mög­lich das Mate­ri­al bei den Sol­da­ten lan­de, for­der­te Güler weiter.

Foto: Bun­des­wehr-Sol­dat, über dts Nachrichtenagentur

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