Ener­gie­mul­ti Equi­nor will Öl-För­de­rung vor­erst nicht drosseln

Sta­van­ger (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Vor­stands­vor­sit­zen­de des nor­we­gi­schen Ener­gie­kon­zerns Equi­nor, Anders Ope­dal, rech­net nicht mit einem bal­di­gen Aus der fos­si­len Brenn­stof­fe. „Öl und Gas wer­den noch Jahr­zehn­te unent­behr­lich sein”, sag­te Ope­dal dem „Spie­gel” in der aktu­el­len Aus­ga­be. „Wir wer­den Öl und Gas för­dern, solan­ge es Nach­fra­ge dafür gibt.” 

Bis zum Krieg in der Ukrai­ne habe Equi­nor erwar­tet, dass der Bedarf nach die­sen fos­si­len Brenn­stof­fen von 2030 an sin­ken wer­de, sag­te Ope­dal. „Vor­her kön­nen wir die För­de­rung von Erd­gas und Öl nicht dros­seln. Andern­falls wür­de Ener­gie­knapp­heit dro­hen.” Aller­dings wer­de Equi­nor den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck die­ser fos­si­len Roh­stof­fe ver­klei­nern. „Erd­gas kann zur Her­stel­lung von Was­ser­stoff für Fabri­ken ein­ge­setzt und das anfal­len­de CO2 unter­ir­disch ein­ge­spei­chert wer­den”, so der Chef des zweit­größ­ten Gas­lie­fe­ran­ten Euro­pas. „Und bei der För­de­rung von Erd­öl, auf das die petro­che­mi­sche Indus­trie ange­wie­sen ist, set­zen wir wann immer mög­lich Öko­strom ein.”

Foto: Öltanks, über dts Nachrichtenagentur

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