Ener­gie­wirt­schaft warnt vor Neben­wir­kun­gen eines Gaspreisdeckels

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Bun­des­ver­band der Ener­gie- und Was­ser­wirt­schaft (BDEW) warnt mit Blick auf die Bera­tun­gen der EU-Ener­gie­mi­nis­ter davor, den euro­päi­schen Gas­preis­de­ckel zu nied­rig anzu­set­zen. So eine Ober­gren­ze habe Neben­wir­kun­gen, sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Kers­tin And­reae am Mon­tag im RBB-Info­ra­dio. „Es klingt ja erst mal gut: Wir deckeln den Preis des­sen, was wir kau­fen, und wir machen das auch alle gemein­sam, aber wir reden ja nicht nur über Pipe­line-Gas, was ankommt.” 

Man rede über einen welt­wei­ten Markt. „Das heißt, wenn der Preis in einem ande­ren Kon­ti­nent, also zum Bei­spiel in Asi­en, höher ist als in Euro­pa, dann hat so ein LNG-Tan­ker natür­lich die Mög­lich­keit, abzu­dre­hen und nicht in Euro­pa anzu­lan­den.” Des­we­gen müs­se man schon „sehr klug dar­auf ach­ten”, wie ein Gas­preis­de­ckel sich auf die Ver­sor­gungs­si­cher­heit auswirke.

Foto: Gas­spei­cher, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.