Enis­sa Ama­ni sieht „Anzei­chen einer Revo­lu­ti­on” im Iran

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Come­dy-Star Enis­sa Ama­ni sieht im Rah­men der anhal­ten­den Demons­tra­tio­nen im Iran „Anzei­chen einer Revo­lu­ti­on”. Es füh­le sich an, „als hät­ten alle nur auf die­se Situa­ti­on gewar­tet”, sag­te sie dem „Zeit­ma­ga­zin”. Man habe zum ers­ten Mal das Gefühl, dass es „wirk­lich eng” für das Regime werde. 

Ama­ni kam als Klein­kind mit ihrer Fami­lie aus dem Iran nach Deutsch­land, ihre Eltern waren dort poli­tisch ver­folgt, ihr Vater vier Jah­re lang inhaf­tiert. „Im Iran haben vie­le die Reli­gi­on als eine Art Fol­ter erlebt”, sag­te Ama­ni. „Aber die­ser Hass auf die Reli­gi­on, der jetzt raus­platzt, macht mir Sor­ge.” Auch als Ira­ner im Exil müs­se man begrei­fen, dass man von einem Extrem ins nächs­te kip­pen kön­ne. „Ich ken­ne mus­li­mi­sche Frau­en, die zu mei­ner Rede am Römer­berg in Frank­furt kom­men und für die Frau­en im Iran demons­trie­ren woll­ten, aber auf hal­bem Weg wie­der umdreh­ten, weil sie ange­fein­det wur­den wegen ihres Kopf­tuchs. Sie haben sich nicht getraut, sich zu uns zu stellen.”

Foto: Pro­test gegen den Iran, über dts Nachrichtenagentur

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