Erst­mals mehr als 40 Mil­lio­nen Ton­nen Haushaltsabfälle

Wies­ba­den (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Abfall­auf­kom­men der pri­va­ten Haus­hal­te in Deutsch­land ist im Jahr 2021 auf einen Rekord­wert gestie­gen. Pro Kopf wur­den 483 Kilo­gramm Haus­halts­ab­fäl­le ein­ge­sam­melt, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) am Mon­tag mit. Das waren sechs Kilo­gramm mehr als im ers­ten Coro­na-Jahr 2020, als das Pro-Kopf-Auf­kom­men um 19 Kilo­gramm gegen­über dem Jahr 2019 gestie­gen war (2019: 457 Kilogramm). 

Ins­ge­samt wur­den im Jahr 2021 bei den Haus­hal­ten 40,2 Mil­lio­nen Ton­nen Abfäl­le ein­ge­sam­melt und damit rund 1,5 Pro­zent oder 0,6 Mil­lio­nen Ton­nen mehr als im Vor­jahr. Das Auf­kom­men an Haus­halts­ab­fäl­len stieg damit auf den höchs­ten Wert seit Beginn der Erhe­bung im Jahr 2004. Deut­lich mehr als die Hälf­te (59 Pro­zent) der im Jahr 2021 ein­ge­sam­mel­ten Haus­halts­ab­fäl­le waren getrennt gesam­mel­te Wert­stof­fe (31 Pro­zent) und Bio­ab­fäl­le (28 Pro­zent). Rund ein Drit­tel (33 Pro­zent) des Abfall­auf­kom­mens war Rest- oder Haus­müll, Sperr­müll mach­te acht Pro­zent aus und sons­ti­ge Abfäl­le wie bei­spiels­wei­se Bat­te­rien und Far­ben sum­mier­ten sich auf weni­ger als ein Pro­zent. Das Pro-Kopf-Auf­kom­men bei den Wert­stof­fen, zu denen unter ande­rem Papier, Pap­pe, Plas­tik- und Metall­ver­pa­ckun­gen oder Glas zäh­len, sank 2021 gegen­über dem Vor­jahr um drei Kilo­gramm auf 149 Kilo­gramm, so die Sta­tis­ti­ker. Ins­ge­samt wur­den 12,4 Mil­lio­nen Ton­nen Wert­stof­fe ein­ge­sam­melt (2020: 12,6 Mil­lio­nen Ton­nen). An Rest- oder Haus­müll wur­den 13,3 Mil­lio­nen Ton­nen ein­ge­sam­melt. Das waren 159 Kilo­gramm pro Kopf und damit ein Kilo­gramm weni­ger als im Vor­jahr. Zu die­sen Abfäl­len zählt alles, was nicht in die Wert­stoff- oder Bio­ton­ne kann oder spe­zi­ell ent­sorgt wer­den muss. Die ein­ge­sam­mel­te Men­ge an Bio­ab­fäl­len von rund 11,2 Mil­lio­nen Ton­nen stieg 2021 im Ver­gleich zum Vor­jahr um rund 0,5 Mil­lio­nen Ton­nen. Dies ent­sprach einem Pro-Kopf-Auf­kom­men von 134 Kilo­gramm und war eine Stei­ge­rung um sechs Kilo­gramm pro Kopf im Ver­gleich zu 2020, als das Pro-Kopf-Auf­kom­men eben­falls um sechs Kilo­gramm gegen­über 2019 gestie­gen war. Zu den Bio­ab­fäl­len zäh­len alle getrennt gesam­mel­ten bio­lo­gisch abbau­ba­ren Abfäl­le wie bei­spiels­wei­se Pflan­zen­ab­fäl­le und Essens­res­te. Das Sperr­müll­auf­kom­men stieg 2021 um drei Kilo­gramm auf 37 Kilo­gramm pro Per­son. Ins­ge­samt betrug die Sperr­müll­men­ge 3,1 Mil­lio­nen Ton­nen (2020: 2,8 Mil­lio­nen Ton­nen). Das war der höchs­te Wert seit Beginn der Zeit­rei­he im Jahr 2004. Bei den sons­ti­gen Abfäl­len stieg die Pro-Kopf-Abfall­men­ge auf drei Kilo­gramm (2020: zwei Kilogramm).

Foto: Müll­ab­fuhr, über dts Nachrichtenagentur

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